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Nach DNA-Abgleich : Babyleichen aus Duisburg sind keine Geschwister

  • Aktualisiert am

An einem Altkleidercontainer im Stadtteil Homberg hatte der Leichenspürhund angeschlagen. Bild: dpa

Im November wurde eine Babyleiche aus Duisburg in einer Altkleider-Sotieranlage in Polen gefunden. Während der Ermittlungen fanden die Beamten einen weiteren toten Säugling – die beiden sind keine Geschwister.

          Im Fall des toten Babys Mia aus Duisburg hat ein DNA-Abgleich mit einem weiteren in Duisburg entdeckten toten Säugling keine Übereinstimmung ergeben. Die beiden Mädchen seien keine Schwestern, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Mutter von Mia wird demnach weiter gesucht.

          Mias Leiche war Mitte November in einer Sortieranlage für Altkleider in der polnischen Stadt Kielce gefunden worden. Die Kleidersammlung stammte aber aus Duisburg. Ermittler gehen davon aus, dass das Baby dort in einem Container abgelegt wurde. Als tatverdächtige Mutter galt zunächst eine 35 Jahre alte Frau aus dem Stadtteil Rumeln. Das Jugendamt hatte die Frau betreut.

          Polizeibeamte fanden bei ihr tatsächlich einen weiteren toten Säugling und vermuteten zunächst ein Geschwisterkind von Mia. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen Totschlags. Die Frau gab in ihrer Vernehmung an, das in ihrer Wohnung gefundene Kind zur Welt gebracht zu haben. Sie bestritt aber, etwas mit der in Polen entdeckten Babyleiche aus dem Altkleidercontainer zu tun zu haben. Wie das Obduktionsergebnis und nachfolgende Untersuchungen des Landeskriminalamtes bestätigten, sind die Kinder keine Geschwister.

          Die Ermittler stünden wieder am Anfang, wie es hieß. Gesucht werde nun eine zweite Frau, die Mutter von Mia. Wichtigster Hinweis bleibe der Altkleidercontainer im Duisburger Stadtteil Homberg, mit dessen Inhalt das tote Kind nach Polen gelangte. Dort hatte ein Leichenspürhund angeschlagen. Die Polizei bittet dringend um weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

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