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Anschläge in Atlanta : Lebenslang für Morde in Massagesalons

  • -Aktualisiert am

Während die Staatsanwaltschaft in Cherokee County keine Hinweise auf ein Hassverbrechen feststellte, schloss die Vorsitzende Richterin Ellen McElyea ein rassistisches Motiv nicht aus. Bild: AP

Im vergangenen Frühjahr erschoss ein Mann in Atlanta acht Menschen, darunter sechs Frauen asiatischer Abstammung. Der 22 Jahre alte Angeklagte bekannte sich nun vor Gericht schuldig – und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

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          Nach Anschlägen auf Massagesalons in Georgia hat sich ein Zweiundzwanzigjähriger schuldig bekannt. Beim ersten von zwei Prozessen gestand Robert Aaron Long am Dienstag vor Gericht im Bezirk Cherokee, im Frühjahr drei asiatischstämmige Frauen und einen Mann ermordet zu haben.

          Wie mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, wurde Long für die Taten zu lebenslangen Gefängnisstrafen ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung verurteilt. Die Angehörigen der Opfer hatten davon abgesehen, die Todesstrafe zu fordern.

          Long hatte bei Youngs Asian Massage am 16. März die Dienste einer Prostituierten in Anspruch genommen, bevor er mit einer Handfeuerwaffe um sich schoss. Anschließend fuhr er ins benachbarte Atlanta, wo er in zwei Bordellen vier weitere Menschen tötete, drei von ihnen Asiatinnen. Long gab später an, die Taten aus Frustration über seine angebliche Sexsucht begangen zu haben.

          Während die Staatsanwaltschaft in Cherokee County keine Hinweise auf ein Hassverbrechen feststellte, schloss die Vorsitzende Richterin Ellen McElyea ein rassistisches Motiv nicht aus. Wegen der beiden Anschläge in Atlanta muss sich Long in den kommenden Wochen vor Gericht im Bezirk Fulton verantworten. Dort strebt die Staatsanwaltschaft wohl die Todesstrafe an.

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