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Österreich : Arabische Touristinnen randalieren in einer Bank

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Das österreichische Zell am See ist ein beliebter Urlaubsort bei arabischen Touristen. Bild: Jan Roeder

Weil sie sich gegenüber Mitarbeitern ausweisen sollten, sind zwei Touristinnen in einer Bank in Zell am See handgreiflich geworden. Die Polizei wollte schlichten, doch der Streit eskalierte.

          Zwei arabische Touristinnen haben am Dienstag im österreichischen Zell am See in einer Bankfiliale randaliert und Bankangestellte attackiert. Dafür ist eine der beiden kurzzeitig von der Polizei festgenommen worden, teilte die Landespolizeidirektion Salzburg mit. Eine 20 Jahre alte Frau habe einem Polizisten gegen das Schienbein getreten, ihm ins Gesicht gespuckt und in den Finger gebissen.

          Die Urlauberinnen seien zuvor mehrmals am Tag in die Bank gekommen, um Geld zu wechseln. Das sei den Mitarbeitern der Filiale suspekt gewesen, weshalb sie die Kundinnen baten, sich auszuweisen. Daraufhin soll die 20 Jahre alte Frau zunehmend aggressiv geworden sein und die Bankangestellten beschimpft haben. Als die von den Angestellten gerufene Polizei eintraf und versuchte, die Frau nach draußen zu geleiten, sei es zu den Attacken auf den Beamten gekommen.

          Beliebter Ort bei arabischen Touristen

          Die Mutter der jungen Frau sei darauf zurück in die Filiale gegangen und habe eine Bankangestellte bespuckt und versucht, sie zu ohrfeigen. Auch soll sie Steine in die Filiale geworfen haben. Als die Polizisten sie daran hindern wollten, habe sie derart aggressiv reagiert, dass die Beamten sie kurzzeitig festnehmen mussten. Beide Urlauberinnen mussten eine Kaution in Höhe von 1900 Euro zahlen. Gegen  sie wurde Anzeige erstattet.

          Das österreichische Zell am See ist bei arabischen Touristen sehr beliebt. 2014 geriet die Stadt in die Schlagzeilen, weil sich die örtliche Tourismus-Gesellschaft an diese Klientel mit einer eigenen Broschüre wandte. Darin sollten den Gästen die österreichischen Gepflogenheiten näher gebracht werden. Doch Tipps wie Müll nicht einfach auf den Boden zu werfen und im Hotel nicht auf dem Fußboden zu essen sorgten für ein negatives Medien-Echo. Die Broschüre wurde kurz darauf zurückgezogen.

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