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Ansbach : Haftbefehl gegen Amokläufer aufgehoben

  • Aktualisiert am

Trauernde Schülerinnen in Ansbach: Nun kommt der Täter in die Psychiatrie Bild: ddp

Der Amokläufer von Ansbach ist in die Psychiatrie eingewiesen worden. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde der Haftbefehl gegen den zur Tatzeit 18-Jährigen nach Eingang des psychiatrischen Gutachtens aufgehoben.

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          Der Amokläufer von Ansbach ist in die Psychiatrie eingewiesen worden. Wie die Staatsanwaltschaft der mittelfränkischen Stadt am Dienstag mitteilte, wurde der Haftbefehl gegen den zur Tatzeit 18-Jährigen nach Eingang des psychiatrischen Gutachtens aufgehoben und „ein vorläufiger Unterbringungsbeschluss“ erlassen. Der junge Mann befinde sich daher nicht mehr in der Justizvollzugsanstalt Würzburg, sondern sei in die geschlossene Abteilung des Bezirkskrankenhauses Ansbach verlegt worden.

          Das psychiatrische Gutachten bescheinigt dem Amokläufer Reiferückstände und eine gravierende Persönlichkeitsstörung. Daher ist bei dem jungen Mann nach Auffassung des Sachverständigen Jugendstrafrecht anzuwenden. Zudem müsse eine verminderte Schuldfähigkeit angenommen werden. Schuldunfähigkeit sei hingegen nicht gegeben.

          Zwei Mädchen wurden schwer verletzt

          Die Staatsanwaltschaft kündigte an, noch in dieser Woche Anklage zur Jugendkammer des Landgerichts Ansbach zu erheben. Die Behörde geht davon aus, dass die Verhandlung im April stattfinden wird.

          Ansbach : Elf Verletzte nach vereiteltem Amoklauf

          Am 16. September war der damals 18-Jährige in einem Gymnasium in der Ansbacher Altstadt Amok gelaufen. Aus Hass auf die Menschheit wollte er mit Molotowcocktails die Schule niederbrennen und die flüchtenden Schüler töten. Der mit zahlreichen Messern und einer Axt bewaffnete Schüler verletzte dabei zwei Mädchen schwer, die inzwischen wieder am Unterricht teilnehmen. Er wurde durch Schüsse aus einer Polizeiwaffe gestoppt.

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