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Tödlicher Messerangriff : Anklage wegen Mordes an Fritz von Weizsäcker erhoben

  • Aktualisiert am

Fritz von Weizsäcker wurde attackiert, während er einen Vortrag in einer Klinik hielt. Bild: dpa

Ende November starb der Arzt und Sohn eines früheren Bundespräsidenten nach einer Messerattacke. Nun wurde Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben. Unklar ist, ob er schuldfähig ist.

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          Dreieinhalb Monate nach dem tödlichen Messerangriff auf den Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben. Der 57 Jahre alte Gregor S. soll den Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 19. November nach einem Vortrag des Mediziners unvermittelt angegriffen und durch einen Halsstich mit einem Klappmesser getötet haben, wie die Berliner Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

          Einen Polizeibeamten vor Ort soll der Angeschuldigte ebenfalls mit dem Messer angegriffen und schwer verletzt haben, wie die Ermittler weiter erklärten. Der Beamte war außerhalb seines Diensts und privat unter den Zuhörern. Er überwältigte den Angeschuldigten demnach. Von Weizsäcker starb noch am Tatort an den Folgen des Stichs in den Hals. S. wurde am Tattag festgenommen.

          Der 57-Jährige soll die Tat seit längerer Zeit geplant und eigens aus Rheinland-Pfalz angereist sein. Tatmotiv soll ein wahnhafter Hass auf die Familie des ehemaligen Bundespräsidenten von Weizsäcker sein, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Inwieweit die Schuldfähigkeit des Angeschuldigten eingeschränkt oder gar aufgehoben sei, müsse in der Hauptverhandlung geklärt werden. Die Tat hatte bundesweit große Bestürzung ausgelöst.

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