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Antisemitismus in Berlin : Anklage nach Angriff auf Kippa-Träger erhoben

  • Aktualisiert am

Bild: Privat/Facebook

Wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ist Anklage gegen einen 19-Jährigen erhoben worden. Er soll einen jungen Israeli in Berlin-Prenzlauer Berg erst antisemitisch beschimpft und dann angegriffen haben.

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          Einen Monat nach dem Angriff auf einen Kippa tragenden Israeli in Berlin hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Angreifer erhoben. Dem 19-jährigen Syrer werde gefährliche Körperverletzung und Beleidigung zur Last gelegt, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Zuständig für den Fall ist demnach ein Jugendschöffengericht.

          Am 17. April waren der 21-jährige Israeli und ein Freund im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg von einer Gruppe arabisch sprechender Männer antisemitisch beschimpft worden. Einer aus der Gruppe griff den Israeli dann an und schlug mit einem Gürtel auf ihn ein.

          Der Täter habe „in Verletzungsabsicht mehrfach mit einer Gürtelschnalle auf Kopf und Körper geschlagen“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der 21-Jährige habe unter anderem eine aufgeplatzte Lippe und länger anhaltende Schmerzen an Kopf und Körper davongetragen.

          Der Israeli hatte den Angriff gefilmt und das Video ins Internet gestellt. Die Attacke löste eine Welle der Empörung aus. Hochrangige Politiker bis hin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigten sich betroffen, in mehreren deutschen Städten gab es Aktionen gegen Antisemitismus. Als Zeichen der Solidarität trugen viele Demonstranten eine Kippa, die traditionelle jüdische Kopfbedeckung.

          Der gesuchte Verdächtige wurde relativ schnell von der Polizei identifiziert. Er stellte sich dann selber. Seit dem 19. April sitzt er in Untersuchungshaft.

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