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Gestreckte Krebsmedikamente : Mitarbeiterinnen von Bottroper Apotheker angeklagt

  • Aktualisiert am

Apotheke in Bottrop Bild: EPA

Zwei Mitarbeiterinnen einer Bottroper Apotheke wird bandenmäßiger Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz vorgeworfen. Ihr Chef ist in dem Skandal um unterdosierte Krebsmedikamente schon verurteilt worden.

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          Im Skandal um unterdosierte Krebsmedikamente in einer Bottroper Apotheke ist Anklage gegen zwei frühere Mitarbeiterinnen des bereits zu zwölf Jahren Haft verurteilten Apothekers erhoben worden. Den 34 und 60 Jahre alten Frauen werde bandenmäßiger Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Essener Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Sie sollen als pharmazeutisch-technische Assistentinnen stark unterdosierte Krebsmedikamente zubereitet haben.

          Bei einer Durchsuchung der Apothekenräume im November 2016 seien Infusionsbeutel sichergestellt worden, die das Kürzel und die Kennung beider Mitarbeiterinnen trugen. Analysen hätten ergeben, dass diese Infusionslösungen deutlich unterdosiert waren. Beide Frauen hätten bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

          Das Landgericht Essen müsse nun über die Zulassung der Anklage zum Prozess entscheiden. Der 34-Jährigen werden zwei Fälle vorgeworfen, der 60-Jährigen 18 Fälle. Die „WAZ“ hatte zuerst berichtet.

          Die Strafe gegen ihren damaligen Chef, den Apotheker, ist noch nicht rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof muss noch über die Revision entscheiden. Der Bottroper Apotheker war die Hauptfigur in einem der größten Medizinskandale der vergangenen Jahre. Er soll aus Habgier tausende Krebsmedikamente gestreckt und sich so um einen zweistelligen Millionenbetrag bereichert haben.

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