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Gewalt gegen Polizisten : Angriff auf Frankfurter Polizeistreife bei Corona-Kontrolle

Ende einer Eskalation: Die Polizei nahm an der Ahornstraße mehrere Verdächtige fest. (Symbolbild) Bild: dpa

In der Frankfurter Ahornstraße wollten Polizisten eine Zusammenkunft von jungen Männern auflösen. Die reagierten mit Gewalt. Der Abend endete mit mehreren Festnahmen.

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          Bei einer Kontrolle wegen Verstößen gegen die „Corona“-Verordnung sind am späten Freitagabend mehrere Polizisten in Frankfurt-Griesheim angegriffen worden. Die Tat ereignete sich gegen 21.15 Uhr an der Ahornstraße. Eine Streife hatte dort eine Gruppe von jungen Männern gesichtet, die sich in auffällig großer Zahl dort aufgehalten hatten. Als weitere angeforderte Streifenwagen eintrafen, prallte ein größerer Stein gegen eine Seitenscheibe, die dadurch zu Bruch ging.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, wurde kurz darauf eine zweite Streife von etwa 20 Personen attackiert. Die Männer waren zum Teil mit Steinen, Dachlatten und Eisenstangen bewaffnet und bewegten sich auf die Beamten zu. Die Polizisten traten zunächst den Rückzug an, nahmen dann aber schließlich die Verfolgung auf, als die Gruppe versuchte, zwischen den Häusern der teils eng bebauten Siedlung zu fliehen. Dabei wurden sie, nach eigenen Angaben aus einem Hinterhalt, mit einer fünf Kilogramm schweren Hantelscheibe beworfen. Diese verfehlte die Beamten jedoch.

          Polizei setzt Hubschrauber ein

          Die Polizei setzte schließlich einen Polizeihubschrauber ein, um auch aus der Luft nach den Tätern zu fahnden. Schließlich konnte eine Wohnung an der Ahornstraße ausfindig gemacht werden, in der sich einige der mutmaßlichen Täter zurückgezogen hatten. In Absprache mit der Frankfurter Staatsanwaltschaft durchsuchte die Polizei die Wohnung und nahm sechs Tatverdächtige im Alter von 23 bis 31 Jahren vorübergehend fest. Darüber hinaus stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher.

          Neben diversen Waffen - wie einer Schreckschusspistole, Katanas, Nunchakus, Dolche und Schlagringe - stellten die Beamten weitere Messer und Feuerwerkskörper sicher; zudem mehrere Mobiltelefone. Die Festgenommenen wurden ins Polizeipräsidium gebracht, nachdem ihre Identitäten festgestellt wurden, jedoch wieder entlassen.

          Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, versuchte gefährliche Körperverletzung, besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs und gemeinschädlicher Sachbeschädigung eingeleitet.

          Die Ahornstraße galt besonders in den neunziger Jahren als sozialer Brennpunkt. Die Siedlung wurde auch „Frankfurter Bronx“ genannt, nachdem die Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Jugendbanden derart eskalierte, dass ein 19 Jahre alter Mann bei einer Schießerei starb. Seitdem wurde die Sozialarbeit massiv verstärkt, auch die Anwohner selbst haben sich für ihr Viertel eingesetzt. Inzwischen gilt die Siedlung als „befriedet“, die Polizei hat die Entwicklungen dort dennoch im Blick.

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