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Orlando-Massenschießerei : Angehörige von Opfern verklagen Facebook, Twitter und Google

  • Aktualisiert am

Der Schauplatz der Greueltat in Orlando, Florida. Bild: AP

Im Sommer hat ein Bewaffneter in einem Nachtclub in Florida 49 Menschen getötet. Die Angehörigen dreier Opfer geben den Betreibern sozialer Medien eine Mitschuld.

          In den Vereinigten Staaten haben Angehörige der Opfer des Anschlags von Orlando die Internetriesen Facebook, Google und Twitter wegen Unterstützung der Dschihadistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) verklagt. Die Familien dreier Opfer werfen den Konzernen vor, sie hätten dem IS „wissentlich und ohne Rücksichtnahme“ ermöglicht, die sozialen Netzwerke als Mittel zur Rekrutierung von Dschihadisten, Geldbeschaffung und Verbreitung von Propaganda zu nutzen.

          Diese Form der Unterstützung habe den Aufstieg des IS befördert und diesen in die Lage versetzt, zahlreiche terroristische Anschläge zu verüben. Die Kläger verlangen Entschädigung.

          Im Juni hatte der 29-jährige Omar Mateen, ein amerikanischer Bürger und Sohn afghanischer Einwanderer, den Homosexuellen-Nachtclub „Pulse“ in Orlando, Florida überfallen und dort um sich geschossen. 50 Menschen wurden getötet, darunter der Attentäter von der Polizei. Mateen hatte sich zum Islamischen Staat bekannt und IS-Anführer Abu Bakr al Bagdadi die Treue geschworen.

          Facebook erklärte zu der Klage, die Standards des Unternehmens machten deutlich, dass terroristische Gruppen nichts in den sozialen Netzwerken zu suchen hätten. Wenn derlei Inhalte bemerkt würden, würden sie schnell entfernt. Google reagierte zunächst nicht, der Kurzbotschaftendienst Twitter lehnte eine Stellungnahme ab.

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