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Angeblich vergewaltigt : Überlebendes Höxter-Opfer gefunden

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In diesem Haus in Höxter-Bosseborn in Nordrhein-Westfalen sollen Wilfried W. und seine frühere Ehefrau die Frauen misshandelt haben. Bild: dpa

Wilfried W. und seine Ex-Frau sollen ihre Opfer nicht nur misshandelt haben: Eine Frau, die 2011 im Keller der beiden eingesperrt war, wurde angeblich auch vergewaltigt.

          Im Fall der in einem Haus in Höxter gefangen gehaltenen und gequälten Frauen gibt es erstmals auch Vergewaltigungsvorwürfe. Eine nach längerer Suche als weiteres Opfer ermittelte Frau habe ausgesagt, von Wilfried W. im Keller seines Hauses vergewaltigt worden zu sein, berichtete das Hamburger Magazin „Der Spiegel“ am Freitag vorab. Damit sei erstmals auch von sexuellen Übergriffen die Rede.

          W. und seine frühere Ehefrau sind wegen gemeinschaftlichen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Sie sollen in ihrem Haus zwei Frauen so schwer misshandelt haben, dass sie starben.

          Nach monatelanger Suche gefunden

          Das nun vernommene Opfer fand sich nach einer Aussage der Exfrau, die angegeben hatte, dass sie 2011 eine Frau namens Martina im Haus gehabt und durch Schläge und Tritte gequält hätten. Nach drei Wochen hätten sie die Frau im Harz in Sachsen-Anhalt abgesetzt. Nach monatelanger Suche hätten die Ermittler die Frau über das Melderegister vor wenigen Tagen gefunden und vernehmen können.

          Das Paar hatte den Ermittlungen zufolge über Jahre hinweg mindestens acht Frauen mit Kontaktanzeigen in das Haus nach Höxter-Bosseborn gelockt und sie zum Teil schwer misshandelt. Nach dem Tod eines Opfers am 22. April 2016 wurde das Paar festgenommen: Die beiden hatten zuvor versucht, eine durch die Misshandlungen schwer verletzte Frau zurück in deren Wohnung nach Niedersachsen zu bringen. Eine Autopanne durchkreuzte diesen Plan und das Paar flog auf. Das Opfer starb wenig später im Krankenhaus.

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