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Strafe für Kino-Attentäter : Zwölfmal lebenslänglich plus 3318 Jahre

  • Aktualisiert am

James Holmes erschoss im Juli 2012 zwölf Menschen in einem Kino in Aurora, Colorado, und verletzte 70 weitere Besucher schwer. Bild: AP

Vor drei Jahren erschoss James Holmes zwölf Menschen in einem Kino und verletzte siebzig. Nun hat ein Richter über das Strafmaß entschieden - der Amokläufer soll nie wieder freikommen.

          Drei Jahre nach dem Amoklauf in einem Kino in der amerikanischen Stadt Aurora ist der Täter nun auch offiziell zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Chance auf Bewährung verurteilt worden. Nachdem Richter Carlos Samour die Entscheidung der Geschworenen vor rund zwei Wochen bereits verkündet hatte, setzte er das Strafmaß am Mittwoch in Centennial bei Denver auch formal fest. „Es ist fast nicht zu verstehen, wie ein Mensch dazu fähig sein kann, solche Taten zu begehen.“

          Samour verhängte das höchstmögliche Strafmaß: Er verurteilte den Angeklagten James Holmes wegen der Morde zu zwölf Mal lebenslänglich und 3318 weiteren Jahren Haft für die versuchten Morde sowie für Sprengfallen, die Holmes in seiner Wohnung plaziert hatte. Er habe seinen Hass in Morden gegen Unschuldige ausgelebt, befand der Richter. Holmes hatte im Juli 2012 zwölf Menschen in dem Kino erschossen und 70 zum Teil schwer verletzt.

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          Die Anklage hatte die Todesstrafe gefordert. Staatsanwalt George Brauchler begründete seine Forderung damit, dass Holmes die Tat sowie den „Zeitpunkt und die Art und Weise“ der Morde minutiös geplant habe. Eine lebenslange Haftstrafe sei seiner Tat daher nicht angemessen. Die Todesstrafe konnte jedoch letztlich nicht verhängt werden, denn dafür wäre eine einstimmige Entscheidung der zwölf Geschworenen notwendig gewesen. Elf plädierten dafür, einer für lebenslange Haft.

          Einweisung in eine Psychiatrie ist noch möglich

          Die Verteidigung hatte sich für Holmes' Einweisung in eine Psychiatrie ausgesprochen. Experten des Strafvollzugs in Colorado müssen nun nochmals Holmes Geisteszustand bewerten. Bei ihm wurde bereits Schizophrenie diagnostiziert; eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik ist damit nicht ausgeschlossen.

          Samour widersprach Vorwürfen, wonach der Prozess Zeitverschwendung gewesen sei. Bereits vor zwei Jahren hatten Holmes' Verteidiger in Aussicht gestellt, dass sich ihr Mandant schuldig bekennen werde, wenn ihm die Todesstrafe erspart bleibe. Auf diese Übereinkunft hatte sich die Staatsanwaltschaft jedoch nicht einlassen wollen.

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