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Trinker unerwünscht : Alkoholverbot am Münchner Bahnhof

Das Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof gilt auch in den angrenzenden Straßen. Bild: 20111210

Rund um den Münchner Hauptbahnhof gilt künftig ein Alkoholverbot. Pöbeleien und Gewalt sollen damit eingedämmt werden. Um ihr Feierabendbier müssen sich Reisende aber nicht sorgen.

          In München wird es künftig rund um den Hauptbahnhof ein Alkoholverbot geben. Das hat der Stadtrat am Mittwoch beschlossen. Das Verbot soll von 22 Uhr bis sechs Uhr gelten. Es könne schon von Januar an in Kraft treten, hieß es. Der Konsum und das Mitführen alkoholischer Getränke werden nicht nur direkt am Hauptbahnhof, sondern auch in umliegenden Straßen verboten sein. Besonders die Situation am Bahnhofsplatz vor dem Eingang bereitet Polizei und Stadt zunehmend Sorge. Rund hundert Personen treffen sich dort Tag für Tag, um stundenlang in Kleingruppen Alkohol zu trinken.

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Mit dem Alkoholpegel steigt auch die Gewaltbereitschaft. Lautstarke Streitereien, Pöbeleien gegenüber Passanten, Körperverletzungen und Diebstahlsdelikte haben nach Polizeiangaben immer mehr zugenommen. Allein im ersten Halbjahr 2016 nahm die Zahl der Straftaten im Bahnhof und in der Umgebung gegenüber 2015 um 60 Prozent zu.

          Durch das Alkoholverbot soll das „Tor zur Stadt“ für Bürger, Pendler und Touristen wieder sicherer und sauberer werden. Betroffen sein von dem Verbot soll nicht der Reisende, der sich für die Heimfahrt noch ein Bier kauft. Man wisse genau, wen man im Visier habe, heißt es bei der Polizei. Auch in Nürnberg ist ein nächtliches Alkoholverbot rund um den Hauptbahnhof geplant.

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