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Mörder von Susanna : Ali Bashar ein weiteres Mal verurteilt

  • Aktualisiert am

Der 22 Jahre alte Ali Bashar während des Prozesses um den Mord und den sexuellen Missbrauch der 14 Jahre alten Susanna im Juli 2019 Bild: EPA

Im Juli erhielt Ali Bashar wegen des Mordes an Susanna bereits eine lebenslänglichen Haftstrafe. Nun wurde der 22 Jahre alte Asylbewerber abermals verurteilt – wegen einer anderen schweren Straftat.

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          Der Mörder der 14 Jahre alten Susanna aus Mainz, Ali Bashar, ist ein weiteres Mal verurteilt worden. Das Landgericht Wiesbaden verhängte am Donnerstag wegen zweifacher Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens eine Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten gegen den 22-Jährigen. Zuvor war der abgelehnte Asylbewerber aus dem kurdischen Teil des Irak bereits im Juli wegen des Mordes an Susanna zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, weil seine Verteidiger Revision dagegen eingelegt haben.

          Laut Anklage soll Ali Bashar das Kind Ende April 2018 in sein Zimmer in einer Wiesbadener Asylunterkunft gelockt und dort zum Sex gezwungen haben. Etwa einen Monat später sollen der irakische Flüchtling und der Mitangeklagte die damals Elfjährige nacheinander in der Nähe eines Supermarktes vergewaltigt haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge habe der mitangeklagte Afghane die Elfjährige ein weiteres Mal im April oder Mai in einem Wald sexuell missbraucht. Bei diesem Übergriff sei auch ein Bruder von Bashars dabei gewesen, der jedoch noch strafunmündig ist. Er soll das Mädchen ebenfalls vergewaltigt haben.

          Das Gericht folgte in seinem Urteil den Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage. Für Bashar muss aus den Strafen im Fall Susanna und im Fall der Elfjährigen – sollten sie rechtskräftig werden – eine Gesamtstrafe gebildet werden, wie es am Donnerstag in Wiesbaden hieß.

          Auch jugendlicher Mittäter zu Haftstrafe verurteilt

          Nach 15 Jahren werde geprüft, ob eine vorzeitige Haftentlassung bei Bashar möglich sei. Da im Fall Susanna die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde, ist diese jedoch für den irakischen Flüchtling so gut wie ausgeschlossen. Zudem haben sich beide Kammern in ihren Urteilen mit Vorbehalt für eine Sicherungsverwahrung ausgesprochen.

          Ihrer Mandantin gehe es sehr schlecht, berichtete Nebenklageanwältin Barbara Sauer-Kopic. Das Kind sei schwer traumatisiert, die Verteidiger hätten jedoch immer wieder ihre gutachterlich bestätigte Vernehmungsunfähigkeit angezweifelt. „Sie muss starke Medikamente nehmen, kann nicht schlafen und hat Angstzustände.“

          Im Fall des Mordes an der Mainzer Schülerin Susanna war es der jetzt mit Bashar verurteilte Afghane, der den Polizisten den entscheidenden Hinweis gab. Der damals 14-Jährige hatte sich bei der Polizei gemeldet und ausgesagt, dass Bashar ihm von der Tat erzählt habe. Der Jugendliche wurde ebenfalls wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit schwerem sexuellen Missbrauch eines Kindes verurteilt, in dem Fall zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und sechs Monaten. Die Verteidigung des jungen Afghanen will gegen das Urteil vom Donnerstag Revision einlegen.

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