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Santa Fe : Alec Baldwin droht Anklage wegen Tötungsdelikts

  • Aktualisiert am

US-Schauspieler Alec Baldwin steht während eines Gerichtstermins in einem Gerichtssaal in New York. Bild: dpa

Bei einer Film-Probeszene hatte sich ein Schuss aus dem Revolver des Schauspielers gelöst und die Kamerafrau tödlich getroffen. Laut FBI muss die Waffe von Baldwin entsichert worden sein. Nun muss er sich vor Gericht verantworten.

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          Nach dem tödlichen Schuss auf eine Kamerafrau bei den Dreharbeiten zu dem Western „Rust“ droht Alec Baldwin nun doch eine Anklage.

          Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Santa Fe (New Mexico) beantragte fast 650.000 Dollar, um vier Einzelverfahren anzustreben, für die Spezialermittler, Pressesprecher und Experten beauftragt werden sollen. Bis zu vier mutmaßliche Verantwortliche sollen dabei wegen eines Tötungsdeliktes vor Gericht gestellt werden. „Zu den möglichen Angeklagten gehört auch der bekannte Schauspieler Alec Baldwin“, schrieb die Bezirksstaatsanwältin Mary Carmack-Altwies.

          Laut FBI war Waffe entsichert

          Bei einer Probeszene auf der Filmranch Bonanza Creek hatte sich Ende Oktober ein Schuss aus Baldwins Revolver gelöst. Die 42 Jahre alte Kamerafrau Halyna Hutchins brach tödlich getroffen zusammen. Baldwin, der Hauptdarsteller und Mitproduzent des Films, gab später zu Protokoll, den Abzug des Revolvers nicht betätigt zu haben.

          Ermittlungen der amerikanischen Bundespolizei (FBI) zeigten dagegen vor einigen Wochen, dass der 64 Jahre alte Baldwin die Waffe entsichert haben musste und auch den Abzug drückte.

          Zuvor hatten mehrere Mitglieder der Crew Vorwürfe gegen Baldwin und seine Mitproduzenten erhoben. Angeblich seien die Sicherheitsauflagen am Set missachtet worden. Woher die scharfe, bei Dreharbeiten verbotene Munition stammte, bleibt weiterhin offen.

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