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Prozess gegen Abou-Chaker : Gericht befragt Bushido zu Tonband-Aufnahmen

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Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt unter dem Künstlernamen Bushido, kommt in Begleitung von Polizeibeamten in den Gerichtssaal. Bild: dpa

Im Prozess gegen den Clan-Chef stellt ein Tonband Bushidos Aussage infrage. Am Montag wurde die Aufnahme in voller Länge vor dem Berliner Landgericht abgespielt.

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          Der Prozess zwischen Rapper Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, und seinem ehemaligen Manager, Arafat Abou-Chaker, ist am 77. Prozesstag an einem möglichen Wendepunkt angelangt. Im Verlauf des Prozesses war dem „Stern“ ein Tonband zugespielt worden, das der Mitschnitt eines tatgegenständlichen Treffens vom 18. Januar 2018 zwischen dem Musiker und seinem Manager sein soll. Sollte das Band echt sein, könnte es Bushidos Vorwürfe untergraben und somit Abou-Chaker und seine drei mitangeklagten Brüder entlasten. Bushido und sein Anwalt bezweifeln jedoch, dass es sich bei der zweistündigen Aufnahme um das vollständige Gespräch von diesem Datum handelt.

          Das besagte Tonband wurde am Montag in voller Länge vor dem Berliner Landgericht abgespielt. Ein Dolmetscher übersetzte die arabischen Passagen für die Prozessteilnehmer. Wegen der schlechten Qualität nahm dies jedoch einige Zeit in Anspruch, sodass eine geplante Aussage Bushidos zu der Aufnahme zu großen Teilen auf den nächsten Prozesstag verschoben wurde. Der Musiker soll dann detailliertere Aussagen zu der Aufnahme machen und erläutern, warum er deren Authentizität anzweifelt.

          Während der kurzen Befragung, die am Montag bereits stattfand, wirkte Bushido, der ohne seinen Anwalt gekommen war, zuversichtlich. Er habe seine „Hausaufgaben gemacht“ und sich gut vorbereitet. Der Prozess wird am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht fortgesetzt.

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