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Prozess um Anschlag von 1974 : Abermals lebenslang für Terroristen „Carlos“

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Ein Mann, viele Gesichter:Aufnahmen von „Carlos“ aus den Jahren 1970, 2001 und 2013. Bild: AFP

Vor mehr als 40 Jahren warf er eine Handgranate in eine Einkaufsgalerie. Jetzt wurde „Carlos“ dafür schuldig gesprochen. In Haft sitzt er aber ohnehin schon seit 20 Jahren.

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          Der einstige Top-Terrorist „Carlos“ ist in Frankreich ein weiteres Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Pariser Schwurgericht sprach den als „Carlos“ bekannten Ilich Ramírez Sánchez am Dienstag wegen eines Anschlags vor mehr als 42 Jahren des Mordes schuldig.

          Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er im September 1974 eine Handgranate in einer Einkaufsgalerie geworfen hatte, die zwei Menschen tötete und mehrere Dutzend verletzte.

          Der Venezolaner ist einer der weltweit bekanntesten Terroristen der siebziger und achtziger Jahre und war 1994 im Sudan aufgespürt und nach Frankreich gebracht worden. Dort sitzt der heute 67 Jahre alte „Carlos“ seit mehr als 20 Jahren hinter Gittern. Gerichte hatten ihn wegen mehrerer anderer Anschläge und Morde schon zweimal zu lebenslanger Haft verurteilt.

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