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In Deutschland und Italien : 150.000 Liter falsches Olivenöl beschlagnahmt

  • Aktualisiert am

Das ist echtes Olivenöl. Bild: dpa

Eine Bande soll in Süditalien minderwertiges Sonnenblumen- oder Sojaöl eingefärbt und anschließend als „Olivenöl Extra Vergine“ verkauft haben – vor allem an Restaurantbesitzer in Deutschland.

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          Die Polizei in Deutschland und Italien hat eine Bande zerschlagen, die Olivenöl im Wert von vielen Millionen Euro gepanscht haben soll. Insgesamt wurden 24 Verdächtige festgenommen und 150.000 Liter falsches Olivenöl beschlagnahmt, wie die Staatsanwaltschaft Foggia und Europol am Dienstag mitteilten.

          Durch den Zusatz von Chlorophyll und Betacarotin soll die Bande in Süditalien minderwertiges Sonnenblumen- oder Sojaöl eingefärbt und anschließend als „Olivenöl Extra Vergine“ weiterverkauft haben. Beliefert wurden demnach Restaurants und Geschäfte in Rom, Norditalien - und vor allem in Deutschland. Pro Jahr sollen die Fälscher nach Schätzungen der Ermittler so bis zu acht Millionen Euro verdient haben.

          Der Schwerpunkt der Operation „Oro giallo“ („Gelbes Gold“) lag in der Provinz Foggia in Süditalien, wo die Bande das Öl laut Europol „unter unhygienischen Bedingungen“ zusammenmischte und in Ein-Liter-Flaschen beziehungsweise Fünf-Liter-Kanister abfüllte. Jedes Jahr soll sie allein bis zu einer Million Liter Sonnenblumenöl verarbeitet haben, das sie zu einem Preis von rund einem Euro pro Liter kaufte. Alle zwei Wochen wurden 23.000 Liter nach Deutschland geliefert und dort für fünf bis zehn Euro pro Liter verkauft – vor allem an Restaurants und Geschäfte in Stuttgart, Frankfurt und Berlin.

          Zwei der Verdächtigen wurden auf der Grundlage eines europäischen Haftbefehls in Deutschland festgenommen. Insgesamt waren den Angaben der italienischen Polizei zufolge aber sechs der Verdächtigen in Deutschland gemeldet.

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