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14 Kilogramm Sprengstoff : Offenbacher schmuggelt Böller im Motorraum

  • Aktualisiert am

Illegale Böller liegen bei einem Pressetermin der Berliner Feuerwehr auf einem Tisch. (Symbolbild) Bild: dpa

Mit 14 Kilogramm reinem Sprengstoff im Auto wird ein 19-Jähriger aus Offenbach an der tschechischen Grenze aufgegriffen. Bei der Kontrolle finden die Beamten sogar Böller im Motorraum.

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          „Dummheit schützt vor Strafe nicht“, besagt eine deutsche Volksweisheit. Dass Strafe jedoch ein durchaus wirksamer Schutz vor Dummheit sein kann, davon kann spätestens seit Freitagabend auch ein 19 Jahre alter Offenbacher berichten. Dieser wurde von der Grenzpolizei im bayrischen Selb mit über 1000 illegalen Feuerwerkskörpern in seinem Auto gestoppt – und somit womöglich vor schlimmeren Folgen seines Schmuggelversuchs bewahrt.

          Der junge Mann geriet gegen 17 Uhr an der tschechischen Grenze in einer Routinekontrolle der Polizei. Dabei fanden die Beamten im Auto des Mannes 1160 verbotene Böller, die er in Tschechien erworben hatte. Unter anderem stellten die Beamten in Deutschland illegale Knaller sicher, die der junge Mann im Motorraum des Fahrzeugs versteckt hatte. „Besonders gefährlich waren die Böller im Motorraum – durch die Wärme und Erschütterung hätten die jederzeit explodieren können“, wird ein Sprecher der Polizei vom Bayrischen Rundfunk zitiert. Insgesamt sollen sich in dem Fahrzeug 14 Kilogramm reiner Sprengstoff befunden haben.

          Nun muss sich der Mann wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Bei Verwendung von nicht zertifizierten Feuerwerkskörpern kann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt werden. Gefährdet man andere Personen oder Sachen mit einem Böller, ist sogar eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren möglich.

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