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Großrazzia : Schlag gegen Drogenbanden

  • -Aktualisiert am

Leipzig: Polizisten stehen an einer blockierten Straße. Bild: dpa

Etwa 1300 Polizeibeamte haben bei einer Großrazzia in Sachsen und anderen Bundesländern das Drogenmilieu ins Visier genommen. Vor allem in Dresden und Leipzig wurden zahlreiche Gebäude durchsucht.

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          Die Ermittler tauchten am frühen Mittwochmorgen zugleich an 50 Orten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin auf – und sie wurden fündig. Elf Haftbefehle konnten vollstreckt und obendrein große Mengen Vermögen eingezogen werden, wie das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) sowie die Staatsanwaltschaften Dresden und Leipzig am Mittwoch mitteilten.

          Stefan Locke
          (lock), Politik

          Bereits seit Sommer vergangenen Jahres ermittelten sie in einem größeren Komplex wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handelns mit Rauschgift in erheblichen Mengen und waren dabei auf die Tatverdächtigen aufmerksam geworden.

          Bei den Festgenommenen handelt es sich nach den Angaben um Männer im Alter zwischen 25 und 41 Jahren, sieben von ihnen sind deutsche Staatsbürger, zwei stammen aus der Ukraine und einer aus dem Irak; ein weiterer Beschuldigter besitzt sowohl die deutsche als auch die irakische Staatsbürgerschaft. Je fünf der Männer wurden in Dresden und Leipzig, ein weiterer in Berlin festgenommen. Sie sollen zu den maßgeblichen Köpfen der organisierten Drogenszene gehören.

          Laut LKA ist mit der Razzia, den Verhaftungen und dem beschlagnahmten Vermögen ein den gewerbsmäßigen Rauschgifthandel schwächender Schlag gelungen. Die durchsuchten Wohnungen befanden sich vor allem in Dresden und Leipzig sowie in Jena, Halle, Senftenberg und Berlin. Dabei beschlagnahmten die mehr als 1300 Einsatzkräfte zudem Bargeld, Fahrzeuge und eine Yacht am Senftenberger See. Unterstützung bekam die sächsische Polizei durch Spezialeinsatzkommandos aus sechs Bundesländern sowie die GSG 9. Darüber hinaus seien mehrere Kilogramm Rauschgift sichergestellt worden. Mengen und Sorten werden jetzt untersucht. Die Tatverdächtigen wurden am Mittwoch Ermittlungsrichtern in Dresden und Leipzig vorgeführt.

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