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Krieg gegen Terror : USA beginnen mit Pockenimpfungen

  • Aktualisiert am

Aus Furcht vor Terroranschlägen hat Präsident Bush Pocken-Impfungen angeordnet und will selbst damit beginnen.

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          Aus Furcht vor einem möglichen Biowaffenangriff haben die USA wieder mit Pockenschutzimpfungen begonnen. Mehrere Dutzend Ärzte im Militärkrankenhaus Walter Reed bei Washington erhielten nach Medienberichten vom Samstag die ersten Schutzimpfungen. In den kommenden Wochen sollen bis zu eine Million Soldaten und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden geimpft werden. Das hatte Präsident George W. Bush am Freitag angeordnet und dabei erklärt, er werde sich auch selbst impfen lassen.

          Insgesamt sollen bis zu zehn Millionen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden und Rettungsdienste immunisiert werden. Der Präsident betonte, die Maßnahme garantiere, dass die Nation bereit sei, schnell auf einen Pockenangriff zu reagieren. Zurzeit gebe es allerdings keine Hinweis auf einen bevorstehenden Angriff mit Pockenviren, erklärte Bush. Die Impfung sei eine Vorsichtsmaßnahme, um diejenigen, die im Falle eines Angriffs an vorderster Front stehen würden, zu schützen.

          Jeder Amerikaner kann sich impfen lassen

          Für die Bevölkerung empfiehlt die Regierung Impfungen wegen der Gesundheitsrisiken zurzeit nicht, bietet aber jedem Amerikaner die Möglichkeit dazu an. Entsprechend würden sich auch seine Frau und seine Mitarbeiter nicht impfen lassen, sagte der Präsident.

          In einer ersten Phase sollen bis zu 500.000 Soldaten geimpft werden, die im Falle eines Krieges mit dem Irak in die Region entsandt würden und angesichts möglicher Biowaffenarsenale Bagdads als besonders gefährdet gelten. In einer zweiten Phase sollen dann Polizisten und Mitarbeiter der Rettungsdienste die Schutzimpfung erhalten. Nach Schätzungen der „Washington Post“ könnten nach diesen Regeln bald bis zu zehn Millionen Menschen geimpft werden.

          Risiken der Impfung

          Gesundheitsexperten haben gegen die Impfung Bedenken geäußert. Nach ihrer Ansicht sind die Gefahren durch Nebenwirkungen einer Pockenimpfung höher als das Risiko eines Terroranschlags. So würden durchschnittlich bei 1.000 von einer Million Geimpften gesundheitliche Probleme auftreten, 15 behielten bleibende Schäden und 1 bis 2 würden an den Folgen der Impfung sterben. Militärexperten fürchten aber, dass der Irak sich zu Forschungszwecken aufbewahrte Virenstämme angeeignet haben könnte, um sie in Biowaffen zu einzusetzen.

          Die Pocken wurden 1980 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ausgerottet erklärt. Die USA hatten ihr Pocken-Impfprogramm bereits acht Jahre zuvor eingestellt. Umfragen zeigen, dass viele Amerikaner bereit wären, sich trotz der gesundheitlichen Risiken impfen zu lassen.

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