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Kontrollierter Handel : Europäischer Flussaal

  • Aktualisiert am

Europäischer Flussaal Bild: Archiv

Je cleverer die Geschäftsleute, umso gefährlicher wird es für die Tiere. Seit Jungaale, sogenannte Glasaale, vor Europas Küsten gefangen und über Umwege wieder in unseren Fischtheken landen, ist der Europäische Flussaal in großer Gefahr.

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          Beim Europäischen Flussaal ist die Lage relativ einfach. Diese Tiere kommen in der Sargassosee vor der Küste Mittelamerikas zur Welt und treiben als Fischlarven mit dem Golfstrom Richtung Europa und Nordafrika.

          Dort wandern die zu fünf Zentimeter langen Glasaalen gewordenen Tiere in die Flüsse und Bäche des Kontinents oder bleiben in der Ostsee und wachsen dort in fünf bis acht Jahren zu geschlechtsreifen Aalen heran, die bis zu einem Meter lang werden. Die Erwachsenen schwimmen wieder in die Sargassosee, paaren sich und sterben nach der Eiablage.

          Handel kontrollieren

          So ging das, bis clevere Geschäftsleute auf die Idee kamen, Aale zu züchten. Dazu werden die Glasaale vor den europäischen Küsten gefangen und nach Asien verfrachtet, nur um ein paar Jahre später als Aalspezialität in den Fischtheken Europas aufzutauchen. Die Europäische Union und die Welternährungsorganisation FAO sehen darin Probleme für den Aal. Deshalb soll der Handel mit Flussaalen kontrolliert werden.

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