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Kolumbien : Sicherheitskräfte befreien entführten Bischof

  • Aktualisiert am

Entführungsopfer Jimenez Bild: dpa

Mindestens zwei FARC-Rebellen starben, als kolumbianische Sicherheitskräfte den entführten Bischof Jimenez befreiten.

          Kolumbianischen Sicherheitskräfte haben den am Montag entführten Präsidenten der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz (CELAM), Bischof Jorge Jiménez Carvajal, befreit. Wie Verteidigungsministerin Marta Lucía Ramírez am Freitag vor der Presse in Bogotá mitteilte, konnten die Truppen nach einer intensiven Fahndung sein Versteck in der Provinz Cundinamarca unweit der Hauptstadt aufspüren. Bei dem Einsatz wurden mindestens zwei linksgerichtete Rebellen festgenommen.

          Jiménez, Bischof der Stadt Zipaquirá (rund 50 Kilometer nördlich von Bogotá), war verschleppt worden, als er zusammen mit dem Dorfpfarrer Disiderio Orejuela zu einer Firmung in seiner Diözese unterwegs war. „Dank der Aktion von Heer und Polizei und der Mitarbeit der Bürger konnten wir den Herrn Bischof und den Priester unversehrt befreien. Beide sind zum Glück wohlauf“, sagte die Ministerin.

          Papst appellierte an die Entführer

          Die Entführung des Kirchenführers hatte international für Aufsehen gesorgt. Viele ausländische Politiker und Kirchenleute und sogar Papst Johannes Paul II. hatten an die Entführer appelliert, Jiménez sofort freizulassen. Präsident Alvaro Uribe hatte eine Belohnung von zwei Millionen Pesos (rund 36 000 Euro) für Hinweise ausgesetzt, die zur Befreiung der Geiseln führen könnten. Fernsehberichten zufolge kommen jetzt einige Bauern der Gegend in den Genuss des Geldes.

          Niemand hatte sich zu der Entführung bekannt, doch galten allgemein die kommunistischen Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) als die Täter. Die FARC halten 35 kolumbianische Prominente in ihrer Gewalt, unter ihnen auch die Präsidentschaftskandidatin der Grünen, Ingrid Betancourt. Sie wollen einen Austausch gegen gefangene Guerillakämpfer erzwingen. Einen solchen Austausch hatten sie aber von der Einrichtung einer entmilitarisierten Zone abhängig gemacht.

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