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Klimaforschung : Im Lufttank Saphir Atmosphäre simulieren

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Saphir Bild: Forschungszentrum Jülich

Wie verhält sich Luft unter Sonneneinfluss? Diese Frage wollen Wissenschaftler am Forschungszentrum Jülich in dem neuen Simulationstank Saphir klären.

          Die Abkürzung des Geräts steht für „Simulation atmosphärischer Photochemie in einer großen Reaktionskammer“. Saphir ist ein Lufttank von 370 Kubikmetern Volumen, in dem die Chemie der Atmosphäre untersucht werden soll. Am 28. August soll der Tank im Forschungszentrum Jülich in Betrieb gehen.

          Besonders stolz sind die Forscher auf die Messgeräte in Saphir. Denn kleinste Konzentrationen können genau gemessen werden. Besonders die Rolle von Hydroxyl-Radikalen wollen die Forscher unter die Lupe nehmen. Die hochreaktive Verbindung aus Wasser-und Sauerstoff gilt als „atmosphärisches Reinigungsmittel“, weil sie mit luftverschmutzenden Spurengasen wie Stickoxyden und Kohlenmonoxyd reagiert und diese so abbaut.

          Möglichst natürlich

          Saphir misst fünf Meter im Durchmesser und ist 20 Meter lang. Er ist von einer doppelwandigen Teflonschicht umhüllt, die Sonnenstrahlung durchlässt. Jalousien können die Verhältnisse im Tank regeln. Der Behälter steht unter atmosphärenähnlichen Druck, 1000 Hektopascal, und hat die Temperatur der Umgebung. So sollen die Bedingungen in dem Container möglichst „natürlich“ sein. Je nach Wunsch können die Forscher nicht nur die äußeren Bedingungen sondern auch die Zusammensetzung der Luft ändern. So können sie Seeluft, Land- oder Stadtluft simulieren.

          Von der seit 1994 geplanten Kammer verspricht sich das Forschungszentrum Kooperationen mit anderen Universitäten, Forschungseinrichtungen aber auch der Industrie.

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