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Klima : Wärmster Juni seit mehr als 100 Jahren

  • Aktualisiert am

Affenhitze auch für Schimpansen Bild: dpa/dpaweb

Der Deutschen Wetterdienst meldet überall Rekordwerte. Die Temperatur und auch die Dauer der Wärmeperiode war nach Ansicht der Meteorologen außergewöhnlich.

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          Seit mehr als 100 Jahren hat Deutschland keinen so warmen Juni erlebt wie in diesem Jahr. Wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Dienstag mitteilte, lag die Mitteltemperatur mit 19,1 Grad genau 3,7 Grad über dem Juni-Durchschnittswert von 15,4 Grad. Annähernd so warm war es zuletzt 1917, damals hatte der Juni-Wert 18,8 Grad erreicht. Auch die Dauer der Wärmeperiode war nach Ansicht der Meteorologen außergewöhnlich. Nach den Worten von Reik Schaab vom Deutschen Wetterdienst wurden vor allem in Süddeutschland Wärmerekorde gebrochen. In München ermittelten die Meteorologen beispielsweise eine Durchschnittstemperatur von 22,1 Grad - 5,6 Grad mehr als der langjährige Mittelwert von 16,5 Grad.

          Spitzenreiter war wieder einmal Freiburg im Breisgau mit einer Monatstemperatur von 24,2 Grad - 6,5 Grad mehr als im Mittel. Die größte Abweichung wurde auf dem Feldberg im Schwarzwald gemessen: Dort lag die Juni-Durchschnittstemperatur bei 15,5 Grad und damit nicht nur ganz nah am sonst üblichen Deutschland-Mittel, sondern auch 7,1 Grad über dem langjährigen Mittelwert von 8,4 Grad. "Auf dem Feldberg war es diesmal so warm wie sonst in Augsburg", sagte Schaab. In Karlsruhe, das mit 23 Grad ebenfalls deutlich 5,5 Grad über dem Soll lag, wurde die höchste Temperatur des Monats registriert: Am 23. Juni stieg das Quecksilber dort auf 37,2 Grad. Über mangelnde Sonneneinstrahlung konnten sich die Deutschen ebenfalls nicht beklagen: Statt der üblichen 198 Stunden schien die Sonne 240 Stunden, in Landsberg am Lech sogar 331 Stunden lang. Bis auf zwei registrierten alle 210 Wetterstationen in Deutschland 30 Tage mit Sonnenschein.

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