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Kleiner Waffenschein : Gefährliche Aufrüstung

  • Aktualisiert am

Schreckschuss-Pistole „Walther P22“ Bild: dpa

Die Nachfrage nach Schreckschusspistolen, Pfefferspray und Reizgas steigt. Mehr als Hunderttausend Bürger holten sich in diesem Jahr einen Kleinen Waffenschein. Die Polizei ist besorgt.

          Die Nachfrage nach dem sogenannten Kleinen Waffenschein steigt nach einem Medienbericht weiter. Ende September waren 440.185 dieser Waffenscheine für Schreckschusspistolen, Pfefferspray und Reizgas registriert, berichtet „Spiegel Online“ unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums. Im ersten Halbjahr war die Zahl bereits von 301.000 auf 402.000 gestiegen. Der Anstieg setzte nach den Übergriffen der Silvesternacht in Köln ein.

          Pistolen für Gas- oder Platzpatronen sind in Deutschland für Erwachsene ohne Prüfung käuflich. Wer die Waffe aber außerhalb der Wohnung bei sich haben will, braucht seit 2003 den Kleinen Waffenschein, den man bei Behörden beantragen kann. Die meisten Kleinen Waffenscheine waren Anfang Oktober in Nordrhein-Westfalen registriert (6,4 je 1000 Einwohner), die wenigsten in Thüringen (2,2). Im Schnitt waren es in Deutschland 5,4.

          Die Polizei rät laut „Spiegel Online“ von Schreckschusswaffen und Pfeffersprays ab. „Diese Gegenstände können dem Nutzer in einer Gefahrensituation entrissen und dann gegen ihn eingesetzt werden“, teilte die Polizei Köln mit. Die Laien am Abzug könnten dann nicht nur andere gefährden, sondern auch sich selbst.

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