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Prozess : Kfz-Meisterin gewinnt kuriosen Streit um Weltraumflug

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Die Kfz-Meisterin 2013 bei ihrer Gewinnübergabe in einem Restaurant einer Fastfoodkette in Magdeburg. Bild: dpa

Eine Kfz-Meisterin aus Sachsen-Anhalt darf nun endgültig ins All fliegen. Ursprünglich hatte ihr Bekannter die Reise gewonnen – und sie mit der Magdeburgerin gegen ein Auto getauscht. Anschließend verklagte er sie.

          Mehr als zwei Jahre stritten eine Kfz-Meisterin und ein Gebrauchtwagenhändler um den Gewinncoupon einer Fastfoodkette. Nun steht fest: Die Magdeburgerin tritt den Kurztrip in den Weltraum an. Das Oberlandesgericht in Naumburg bestätigte eine Entscheidung des Landgerichts Magdeburg, wonach der Kurztrip in rund 100 Kilometer Höhe der Frau zusteht. Das Gericht wies die Berufung eines Berliner Gebrauchtwagenhändlers zurück, hieß es in einer am Dienstag in Naumburg veröffentlichten Entscheidung.

          Der Mann hatte den Gewinncoupon von seiner Bekannten zurückgefordert, weil sie ein Tauschgeschäft seiner Meinung nach nicht vollständig erfüllt habe. Ursprünglich hatte der Mann den Gutschein für den Flug bei einer Fastfoodkette gewonnen.

          Das Landgericht Magdeburg hatte nicht feststellen können, dass mehr als das übergebene Auto als Gegenleistung für den Gewinncoupon ausgemacht gewesen war. Das Oberlandesgericht als nächste Instanz bestätigte nun das Ergebnis. Die Beweisführung des Landgerichts sei korrekt. Über die OLG-Entscheidung vom 8. Januar hatte die „Magdeburger Volksstimme“ am Dienstag berichtet. Demnach ist es noch offen, wann die Kfz-Meisterin fliegen kann.

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