https://www.faz.net/-gum-6x9tb

Kentucky : Frachtschiff mit Raketenteilen reißt Loch in Brücke

  • Aktualisiert am

Die Route, die der Kapitän genommen hatte, war eigentlich für Wassersportler vorgesehen. Bild: dapd

Auf dem Weg nach Cape Canaveral hat ein Frachter Teile einer vielbefahrenen Brücke mitgenommen. Unklar ist, ob das Unglück Auswirkungen auf geplante Raumfahrtmissionen haben wird.

          1 Min.

          Ein Frachter auf Abwegen hat in Amerika ein eine befahrene Straßenbrücke entzwei gerissen. Das mit Raketenteilen für die amerikanischen Luftwaffe und die Raumfahrtbehörde Nasa beladene Schiff donnerte mit voller Wucht gegen die Eggner's Ferry Bridge im Bundesstaat Kentucky, wie unter anderem die Lokalzeitungen „Cadiz Record“ und „Tribune-Courier“ am Wochenende im Internet berichteten.

          Der Unfall in der Nacht zum Freitag hinterließ eine mehr als 90 Meter lange Lücke in dem Bauwerk aus den 30er Jahren. Bilder zeigen, wie sich lange Stahlstreben am Schiffsbug verflechten.

          Verletzt wurde niemand. Nach Medienberichten passieren täglich durchschnittlich rund 2700 Autos die Brücke, die zwei Landkreise miteinander verbindet. Während der Touristensaison im Sommer sind es noch weitaus mehr. Zur Zeit des Aufpralls befanden sich aber keine Fahrzeuge auf dem betroffenen Teilstück der zweispurigen Brücke. „Wir haben Glück gehabt“, sagte Kentuckys Gouverneur Steve Beshear.

          90 Meter lange Streben der Brücke liegen jetzt auf dem Frachter.
          90 Meter lange Streben der Brücke liegen jetzt auf dem Frachter. : Bild: dapd

          Der Frachter „Delta Mariner“ war auf dem Tennessee River in Richtung Golf von Mexiko unterwegs, um von dort aus den Weltraumbahnhof Cape Canaveral an der Ostküste Floridas anzusteuern. Nach Medienberichten hatte das Schiff diese Tour schon mehrere Male unternommen, jedes Mal ohne Zwischenfall. Diesmal habe der Kapitän aber eine falsche Route unter den Brückenverstrebungen genommen, die nur für Wassersportler, nicht aber für fünf Stockwerke hohe, tausende Tonnen schwere Schiffe ausgewiesen sei.

          Der Frachter transportierte laut Medienberichten Teile einer Atlas- und einer Centaur-Rakete, die für Missionen der Luftwaffe und der Nasa im April und August vorgesehen waren. Ob sich diese Missionen durch den Unfall nun verschieben, blieb zunächst offen.

          Weitere Themen

          Messerattacke im Frankfurter Bahnhofsviertel Video-Seite öffnen

          Mehrere Schwerverletzte : Messerattacke im Frankfurter Bahnhofsviertel

          Laut Medienberichten gab es dabei in Frankfurt am Main mehrere Schwerverletzte. Über den Hintergrund der Tat herrschte zunächst Unklarheit. Hinweise auf ein politisches Motiv gab es vorerst nicht. Fraglich ist, ob der Täter möglicherweise unter Drogeneinfluss handelte und ob er seine Opfer wahllos oder gezielt traf

          Topmeldungen

          Astra-Zeneca ist Hersteller eines schon in mehreren Ländern zugelassenen Impfstoffs gegen Covid-19.

          Impfstoff-Hersteller : Chef von Astra-Zeneca weist Vorwürfe der EU zurück

          Die EU habe keinen Grund, über Lieferengpässe zu klagen, sagt Pascal Soriot. Brüssel habe erst spät unterschrieben, es gebe keine Pflicht für eine bestimme Menge. Meldungen, wonach der Astra-Zeneca-Impfstoff nicht bei Älteren wirke, bezeichnete er als „dummes Zeug“.
          Eine überwältigende Mehrheit der Republikaner im Senat steht hinter Donald Trump und hat gegen die Fortsetzung des Amtsenthebungsverfahren gegen ihn gestimmt.

          Verfahren gegen Trump : Fast alle Republikaner im Senat gegen Impeachment

          Nur fünf republikanische Senatoren stimmen mit den 50 Demokraten für den Fortgang des Amtsenthebungsverfahrens gegen den früheren amerikanischen Präsidenten. Die anderen halten es für verfassungswidrig. Damit wird eine Verurteilung extrem unwahrscheinlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.