https://www.faz.net/-gum-10fke

Kaum noch Hoffnung : Die Suche nach „Gorch Fock“-Rekrutin geht weiter

  • Aktualisiert am

Von der „Gorch Fock” stürzte die junge Soldatin in die Nordsee Bild: AP

Die Suche nach der in der Nordsee vermissten Rekrutin vom Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fortgesetzt. Allerdings gibt es kaum noch Hoffnung auf ein Überleben. Inzwischen wird untersucht, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

          1 Min.

          Die Suche nach der vermissten Offiziersanwärterin des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ in der Nordsee ist am Freitag nach vorübergehender Unterbrechung fortgesetzt worden. Wie die Marine am Morgen in Glücksburg mitteilte, sind in der Deutschen Bucht Marineflugzeuge sowie Hubschrauber und auf See der Tender „Elbe“, ein Minensuchboot und zwei Schnellboote im Einsatz. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger habe die Suche unterdessen eingestellt. Die Marine werde die Suche bis zum Einbruch der Dunkelheit fortsetzen. Allerdings besteht nach Angaben der Marine kaum noch Hoffnung, die 18 Jahre alte Frau zu finden.

          Schulschiff jetzt in Wilhelmshaven

          Die „Gorch Fock“ war den Angaben zufolge am Donnerstagabend um 21 Uhr im Marinestützpunkt Wilhelmshaven eingelaufen. Dort sollten am Freitag Untersuchungen starten, was an Bord des Segelschulschiffes genau passiert sei. Ob und wann die „Gorch Fock“ ihre am 28. August gestartete Ausbildungsreise fortsetzen werde, sei derzeit offen.

          Das Segelschiff „Gorch Fock”
          Das Segelschiff „Gorch Fock” : Bild: ddp

          Die Offiziersanwärterin aus Nordrhein-Westfalen war in der Nacht zum Donnerstag während der Seewache über Bord gestürzt und wird seither vermisst. Die Wassertemperatur lag in der Nacht bei 17 Grad. Zum Zeitpunkt des Unglücks fuhr die „Gorch Fock“ in der Deutschen Bucht zehn Seemeilen nördlich von Norderney unter vollen Segeln. Nach Angaben der Marine war die Schiffslage trotz zwei Meter hoher Wellen und Windstärke sieben ruhig und stabil. Die Marine schloss Nachlässigkeiten bei den Sicherheitsmaßnahmen aus.

          Weitere Themen

          Tote durch Massenpanik bei Afrika-Cup

          Bei Kamerun gegen Komoren : Tote durch Massenpanik bei Afrika-Cup

          Ersten Angaben zufolge sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche verletzt worden. Offenbar ist vor dem Spiel eine Panik ausgebrochen, weil viele Besucher wegen Corona-Auflagen nicht ins Stadion kamen.

          Topmeldungen

          Der russische Präsident Wladimir Putin beobachtet im September 2019 eine Militärübung.

          Ukraine-Konflikt : Was will Putin wirklich?

          Mit seinem Truppenaufmarsch befördert Russland, was es angeblich verhindern will: dass die NATO ihre Ostflanke verstärkt und der Westen Waffen an die Ukraine liefert.
          Am Tatort: Spurensicherung

          Amoklauf in Heidelberg : Im Hörsaal getötet

          Ein Student dringt mit mehreren Waffen in einen Hörsaal ein, und eröffnet das Feuer. Eine Frau stirbt nach einem Kopfschuss. Hinter dem Angriff soll eine Beziehungstat stecken.
          Hauptsache dagegen: Mehr als Zweitausend Impfgegner, Coronaleugner und Querdenker demonstrieren in der Innenstadt von Frankfurt am Main gegen die Corona-Maßnahmen.

          Corona-Proteste : Wo bleibt der Widerspruch?

          Seit Wochen bestimmen die Aufmärsche der „Querdenker“ die Bilder und Nachrichten. Dabei kann die große Mehrheit mit der Radikalopposition der Bewegung nichts anfangen. Warum sind die Besonnenen und Vernünftigen im Moment so still?