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Katastrophen : Erste Erfolge im Kampf gegen Buschbrände

  • Aktualisiert am

Apokalyptische Szenerie: Brände in Nevada Bild: AP

Feuerwehr und Armee haben in den USA erstmals einige der seit Tagen anhaltenden Wald- und Buschbrände eindämmen können. Die Lage bleibt aber kritisch.

          Bei den Löscharbeiten in den Waldbrandgebieten im Westen der Vereinigten Staaten haben Feuerwehr und Armee am Wochenende einige der Feuer eingedämmt. Im Bundesstaat Washington blieb die Lage aber weiter bedrohlich, wie das nationale Brandbekämpfungszentrum in Boise mitteilte. Gleichzeitig entfachten Blitze in den Bundesstaaten Oregon, Montana und Nevada weitere Feuer.

          Insgesamt wüten derzeit weiterhin in sieben Bundesstaaten größere Brände. Mehr als 26.000 Feuerwehrleute sind landesweit rund um die Uhr im Einsatz, um die Flammen auf einer Gesamtfläche vergleichbar mit der Größe des Saarlands zu bekämpfen. Unterstützung erhielten sie dabei zuletzt auch von der Armee. Die erschöpften Brandbekämpfer hatten lange Zeit auf diese Verstärkung warten müssen.

          1.700 Soldaten mobilisiert

          Die Armee mobilisierte nach Angaben des Verteidigungsministeriums 1.700 Soldaten. Zudem schickte das Pentagon acht zusätzliche Flugzeuge in die Region, vier davon spezielle Löschmaschinen. In mehreren Kleinstädten im besonders betroffenen Bundesstaat Oregon bereiteten sich die Bewohner auf eine Evakuierung vor, wie das Brandbekämpfungszentrum weiter mitteilte.

          Bisher keine menschlichen Opfer

          Die ersten Waldbrände waren durch Blitze ausgelöst worden und breiteten sich wegen der Trockenheit rasch aus. Im Westen der Vereinigten Staaten herrschen in einigen Gegenden seit Wochen Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius, ohne dass es nennenswerte Niederschläge gab. Menschen kamen bei den Bränden bislang nicht zu Schaden. Die Behörden befürchteten zeitweise noch schlimmere Waldbrände als im vergangenen Sommer, als 14 Menschen in den Flammen starben.

          Umweltschützer: „Lasst es brennen!“

          Zum Erstaunen vieler Amerikaner bleiben die ansonsten um den Erhalt jeden Baumes bemühten Naturschützer angesichts der Brände gelassen. „Lasst es brennen“, heißt es von dieser Seite. Es sei das einzige Mittel, den alljährlichen Großfeuern entgegenzuwirken, behaupten sie. Die Brände seien nicht zuletzt eine Folge des übereifrigen Eingreifens der Menschen, erklärt die Umweltschutzorganisation WWF. Feuer seien ein natürlicher Faktor in den Wäldern im Westen der Vereinigten Staaten und hätten ihre wichtige Funktion.

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