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Urteil in Madrid : „Kannibale von Ventas“

  • Aktualisiert am

Türen mit dem Paragraphenzeichen zum Eingang des Gerichts. Bild: dpa

Ein Achtundzwanzigjähriger hatte mehrere Wochen Leichenteile seiner Mutter verzehrt. Nun wurde in Madrid das Urteil gesprochen.

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          Das Provinzgericht von Madrid hat Alberto S.G. zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und fünf Monaten verurteilt, weil er Anfang 2019 seine Mutter getötet, zerstückelt und die Leiche zum Teil gegessen hatte. Der „Kannibale von Ventas“ wurde wegen Mordes und Leichenschändung verurteilt. Er hatte seine 69 Jahre alte Mutter während eines Streits in ihrer gemeinsamen Wohnung im Madrider Stadtteil Las Ventas erwürgt. Der Achtundzwanzigjährige zerlegte ihren Leichnam mit einer Säge und zwei Küchenmessern. Danach verwahrte er die Teile in Plastikbehältern in der Wohnung und im Kühlschrank. Einige packte er in Müllsäcke und warf sie weg. Der Angeklagte habe ihm gestanden, mehrere Wochen lang Leichenteile roh gegessen und andere gekocht zu haben; auch seinen Hund habe er damit gefüttert, berichtete ein Polizist in der Verhandlung. Die Polizei hatte Alberto S.G. festgenommen, nachdem eine Freundin seine Mutter als vermisst gemeldet hatte. Das Provinzgericht bestätigte das Urteil einer niedrigen Instanz. Sein Anwalt hatte wegen psychischer Störungen und Drogenproblemen ein geringeres Strafmaß verlangt. Er will in Berufung gehen. Das Gericht erkannte dem Bruder des Täters ein Schmerzensgeld von 60 000 Euro zu.

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