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Kältewelle in den Vereinigten Staaten : Jetzt kommt die warme Luft aus der Karibik

  • Aktualisiert am

Bald ist es vorüber: Eine Gruppe junger Menschen im unwirtlichen Buffalo. Bild: Reuters

Nach klirrender Kälte soll jetzt warme Luft aus der Karibik den Vereinigten Staaten einen vorzeitigen Frühling bringen. In Atlanta soll die Temperatur bis Samstag von minus sechs auf plus 20 Grad steigen.

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          In den Vereinigten Staaten ist das Ende der Kältewelle in Sicht – doch Millionen Amerikaner müssen sich auf neue Wetterkapriolen einstellen. Nach tagelanger Polarluft zogen die Temperaturen bereits am Mittwoch in weiten Teilen des Mittleren Westens und an der Ostküste an. Meteorologen sagen für die nächsten Tage warme Luft aus der Karibik voraus. Vor allem im Süden wird Regen erwartet - samt Blitzeis auf ausgekühlten Böden. Mit bis zu 20 Grad werden in manchen Gegenden geradezu frühlingshafte Temperaturen erwartet.

          Buffalo

          Die Stadt im Westen des Bundesstaates New York musste mit einem schweren Schneesturm kämpfen. Bis zum Mittwochmorgen ging mehr als ein halber Meter Neuschnee nieder. Die Stadt ist Kälte und Schnee gewöhnt. Doch am Dienstagabend musste ein Footballspiel abgesagt werden - das gab es seit dem Jahr 2000 nicht mehr.

          New York

          Hier schlägt der Wetterwechsel zu. Noch in der Nacht fiel das Thermometer auf minus 25 Grad. Schon am Mittwochmorgen kletterte es auf minus 12. Tendenz: steigend. Allerdings: Einige Fährlinien, die auch Pendler zwischen der Stadt und New Jersey benutzen, mussten ausfallen. Starker Frost beschädigte Oberleitungen und Gleise des öffentlichen Nahverkehrs. Viele Menschen kamen zu spät zur Arbeit. Zudem klagten tausende New Yorker, weil zu Hause die Heizung ausfiel.

          Atlanta

          Hier spielt das Wetter verrückt. Noch in der Nacht war es minus sechs Grad kalt. Im Laufe des Mittwochs erwarten die Meteorologen plus sechs Grad - und am Samstag sage und schreibe 20 Grad. Selbst für die Südstaatenstadt ist das viel zu warm für die Jahreszeit.

          Wetterchaos in Amerika : Tödliche Kälte

          Washington

          Hier herrschte am Mittwoch blauer Himmel und Sonnenschein - bei Minusgraden. Der Zoo der Stadt zeigte mit einigen Tieren Erbarmen: Für Flamingos und Zwergotter wurde das Wasserbecken beheizt. Viele Tiere dürfen derzeit nicht nach draußen, wie Löwen und Tiger. Drinnen können sie sich in erwärmte Höhlen und auf beheizte Termitenhügel verziehen, sagt die Zoo-Sprecherin.

          Ligonier

          In dem Ort in Pennsylvania hat ein cleverer Unternehmer angesichts der Kälte rasch umgesattelt. Der Besitzer eines Pizza-Lieferdienstes bringt jetzt Medikamente und andere lebenswichtige Dinge alten und kranken Einwohnern, wie ein lokaler TV-Sender berichtet. „Bitte verlassen Sie das Haus nicht. Bitte rufen Sie mich an, ich werde alles mir Mögliche tun, Ihnen Dinge (Medikamente, Essen, etc.) zu bringen“, wirbt der Unternehmer.

          Kanada

          Auch zentrale Provinzen sind von der Kälte betroffen. In Winnipeg fiel die Temperatur auf minus 28 Grad. Am größten Flughafen des Landes in Toronto mussten am Mittwoch laut „National Post“ erneut Flüge gestrichen werden.

          Colorado

          In den Rocky Mountains starb am Dienstag (Ortszeit) ein 24 Jahre alter Skifahrer durch eine Lawine. Laut Medienberichten überlebten zwei Menschen. Sie wurden leicht verletzt aus den Schneemassen befreit.

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