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Kälte im Nahen Osten : In Jerusalem der erste Schnee

Schnee an der Klagemauer Bild: dpa

Schnee in Jerusalem, Frost in Syrien und Überschwemmungen im Westjordanland: Der gesamte Nahe Osten befindet sich fest im Griff eines winterlichen Sturmtiefs.

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          In Jerusalem ist der erste Schnee in diesem Winter gefallen. Am Mittwoch wurden die Schüler in der Stadt vorzeitig nach Hause geschickt, als Schnee- und Graupelschauer einsetzten, auch wenn von dem Niederschlag bis zum Abend nicht viel liegenblieb. Einwohner der Stadt wurden dazu aufgerufen, ihre Autos stehen zu lassen und kostenfrei öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. In den palästinensischen Autonomiegebieten schlossen die Behörden die Schulen bis zum Samstag, weil man dort wie in Israel nicht für stärkeren Schneefall gerüstet ist.

          Hans-Christian Rößler
          (hcr.), Politik

          Auf den Golanhöhen und dem Berg Hermon liegt schon eine geschlossene Schneedecke. Seit dem Wochenende hält ein winterliches Sturmtief den Nahen Osten fest im Griff. Aus Jordanien, Syrien und dem Libanon wurden Schnee und ein Kälteeinbruch gemeldet, dem mehrere Menschen zum Opfer fielen. Der Wintereinbruch macht nach UN-Angaben besonders den syrischen Flüchtlingen zu schaffen, die zu Hunderttausenden in den Nachbarländern in Zelten und Containern leben.

          In den vergangenen Tagen hatten wolkenbruchartiger Dauerregen und starke Sturmböen in der Region größere Schäden angerichtet. Im Westjordanland wurden am Mittwoch die Leichname zweier Frauen gefunden, deren Fahrzeug von Wassermassen fortgespült worden war. In Tel Aviv war am Dienstag die wichtigste Stadtautobahn für Stunden wegen Überflutung gesperrt, und es kam zu einem Verkehrschaos, als der sonst ausgetrocknete Ajalon-Fluss über die Ufer trat. Am Donnerstag waren in der Stadt immer noch mehrere überschwemmte Bahnhöfe geschlossen. In anderen Teilen des Landes brachten Armeehubschrauber Menschen aus den Fluten in Sicherheit. In der Hafenstadt Hadera brach die Stromversorgung zusammen. Israelische Meteorologen sprechen von den schlimmsten Winterstürmen seit 1992. Zugleich erwarteten sie für die an Wasser arme Region einen besonders niederschlagsreichen Winter. So stieg der Wasserspiegel des Sees Genezareth alleine in einer Nacht um 22 Zentimeter. Der See ist der wichtigste Wasserspeicher für Israelis und Palästinenser.

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