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Songwriterin Maram El Dsoki : „Meine Musik ist genau wie ich ein Mischmasch“

  • -Aktualisiert am

Bild: Christopher Fellehner

Songwriterin Maram El Dsoki aus Schweinfurt ist mit ihrer Mischung aus Egyptian Pop & Soul eine leidenschaftliche Sängerin. Trotz Zweifel und übler Vorurteile.

          4 Min.

          Maram El Dsoki ist Sängerin und Songwriterin. „Meine Mutter hat immer gesagt: Maram, du hast den Mund noch nie zugehabt, seitdem du auf der Welt bist, und nach deinem ersten Auftritt auf der Bühne bist du nie wieder runtergekommen.“ Geboren ist die 24-Jährige als einzige Tochter einer fünfköpfigen ägyptischen Familie in Schweinfurt. Mit zwei Jahren fing sie an zu singen, mit sechs ging sie in einen Chor und nahm Klavierunterricht. Während viele Mädchen davon träumen, Star zu werden, dachte Maram nie daran, ihre Leidenschaft als Beruf auszuüben. Sie wollte Tierärztin werden, was zu ihrer Familie passte, die großteils aus Ärzten und Ingenieuren besteht. Durch Projekte mit dem Produzenten Peter Hoffmann, der für Tokio Hotel, Falko und Annett Louisan produzierte, stieg ihr Interesse. Vor sieben Jahren wurde Maram El Dsoki beim Kika-Wettbewerb „Dein Song“ mit ihrem eigenen Lied „Identity“ Finalistin. Sie wird bis heute noch erkannt oder angeschrieben. Als ihr immer mehr bewusst wurde, wie sehr der Alltag als Tierärztin ihre Zeit für die Musik einschränken würde, beschloss sie, ihre Hingabe zu Tieren durch Haustiere wie Hunde zu stillen. Sie studierte sechs Semester Popmusikdesign mit dem Hauptfach Singer/Songwriter und dem Nebenfach Klavier an der Popakademie in Mannheim. Ihr Studium schloss die damals 21-jährige mit einer Bachelorprüfung ab. Was sagten ihre Eltern als Mediziner dazu? „Sie haben mich und meine Musik schon immer unterstützt. Sowohl finanziell als auch moralisch. Natürlich haben sich meine Eltern um das kleine ägyptische, arabische Mädchen gesorgt, das jetzt allein unter all den drogensüchtigen, bösen Musikern war“, erzählt sie lachend. „Als meine Eltern dann sahen, dass ich wie jeder andere Student regelmäßig Vorlesungen besuchen musste, Prüfungen schrieb und auch in diesem Studiengang ein geordnetes System existierte, waren sie beruhigt.“

          60 Songs hat sie bisher geschrieben

          Die Musikerin hat ihre eigene „Fusion“, also quasi eine neue, einzigartige Musikrichtung, namens Egyptian Pop & Soul kreiert. Diese ist zusammengestellt aus den Genres Soul, Hip-Hop und R’n’B, in die orientalische Einflüsse einfließen, durch Instrumente wie der Darbuka oder Tabla, eine einfellige Bechertrommel aus dem Nahen Osten, oder die Oud, ein arabisches Saiteninstrument, das als Sultan der Musikinstrumente bezeichnet wird. „Meine Musik ist eben genauso wie ich, ein Mischmasch“, lacht sie. Durch ihren Stil hat sie zahlreiche Fan-Herzen erobert. An die 60 Songs hat sie bisher geschrieben und vereinzelt veröffentlicht. Ungefähr die Hälfte der Songs hat sie für sich und die andere Hälfte mit anderen Künstlern oder für sie geschrieben. Jetzt produziert sie ihr erstes eigenes Album. Ihre meist englischen Songs handeln von persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen. „Die Texte kommen aus dem Tiefsten meiner Seele.“ Sie seien von ihrem Alltag, wie ihrer Depression, die sie durchlebt, geprägt. Was nicht bedeute, dass alle ihre Songs betrübt klängen. Ihr Einkommen schwankt. „Die ersten drei Monate des Jahres sind für jeden Künstler die schlimmsten, die Leute geben nach Weihnachten weniger aus und buchen seltener Künstler.“ Sie startet relativ sparsam in das neue Jahr oder greift auf Erspartes zurück und versucht, etwas zurückzulegen, so dass sie ihre persönlichen Standards, wie etwa nicht auf Volksfesten auftreten zu müssen. halten kann.

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