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Solo-Weltumsegelung : Teenager nach stürmischem Streit gestartet

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Bye, bye, Australia: Die 16-jährige Jessica Watson sticht in See Bild: dpa

Die 16 Jahre alte Australierin Jessica Watson will allein und nonstop in acht Monaten die Welt auf dem Wasser umrunden. Und das, obwohl ein Probelauf vor wenigen Wochen beinahe tödlich endete. Seitdem ist ihr Abenteuer umstritten.

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          Eine letzte Umarmung von den Eltern, ein paar Tränchen - und schnell die Sonnenbrille aufgesetzt und die Leinen losgemacht. So begann am Sonntag das umstrittene Abenteuer der 16 Jahre alten Australierin Jessica Watson, die als jüngster Mensch der Geschichte ohne Unterbrechung und ohne Hilfe um den Globus segeln will. Wo sonst wohlhabende Bewohner Sydneys ihre Millionenyachten parken, begann die Reise der Schülerin an einem kühlen Frühlingsmorgen mit grauem Himmel. Schon der Start war nicht ohne Probleme: Für den Weg durch den Hafen aufs offene Meer musste Watson den Außenbordmotor ihrer Yacht „Ella's Pink Lady“ bemühen - der Wind hatte sie im Stich gelassen.

          Stürmische Diskussionen hingegen hatten die junge Frau begleitet, seitdem ihr Vorhaben bekanntgeworden war. Und erst recht, seitdem sie vor wenigen Wochen nur Stunden nach dem Start von ihrem Wohnort an der Goldküste mit einem Frachtschiff kollidiert war. Am Sonntag war vom öffentlichen Gegenwind nichts mehr zu spüren. Jessica Watson ließ an Bord ihrer babyrosa gestrichenen Yacht, begleitet von Kajaks, Segelbooten und Motorschiffen, die australische Millionenstadt hinter sich.

          Weihnachtsgeschenke schon an Bord

          Ihr Team hatte allerdings jeglichen Medienzugang untersagt. Eine Ausnahme gab es nur für einen australischen Fernsehsender, der über die rund 38.000 Kilometer lange Reise berichten wird. Allzu viele Zuschauer waren zum Abschied nicht gekommen. Aber immerhin waren handgemalte Zeichen der Unterstützung zu sehen. Am Heck eines Zuschauerbootes stand: „Viel Glück, Jessica“.

          Abschied von den Eltern, die das Vorhaben ihrer Tochter unterstützen

          Erst am natürlichen Hafeneingang von Sydney konnte Watson die Segel setzen und tatsächlich den fünften Kontinent verlassen. Erstes Ziel der Reise ist Neuseeland. Von dort geht es über die Fidschi-Inseln und Samoa kurz über den Äquator - für Weltumsegelungen ist das vorgesehen. Die Fahrt um die Südspitze Südamerikas ist für den Sommer geplant, wenn die Bedingungen an Kap Hoorn weniger harsch sind. Von dort geht es über die Südspitze Afrikas zurück nach Australien, wo sie - laut Plan - einen Tag vor ihrem 17. Geburtstag ankommt. Der erste Höhepunkt ist jedenfalls schon vorprogrammiert. Bevor die Tochter ablegte, brachte Vater Roger Weihnachtsgeschenke an Bord.

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