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Reinigungskräfte : Dankbare Kunden

  • -Aktualisiert am

Reinigungskräfte müssen fit sein, ganz besonders in dieser Pandemie. Dabei hilft ihnen unter anderem ein Farbsystem.

          2 Min.

          Das Gespräch mit Petra Lange-Groß findet im Garten statt. Die 54-Jährige arbeitet für die Reinigungsfirma GEG Gebäudedienste GmbH in Lonsheim bei Worms in der Marketingleitung. Sie gestaltet die Website und macht Planungen. Für einen Donnerstag ist es ungewöhnlich still. Bäume mit saftig grünen Blättern am Rande der Wiese trennen das Sichtfeld vom benachbarten Schulhof. Die Reinigungsfirma hat rund 1000 Mitarbeiter und ist ein familiengeführtes Unternehmen. Außerhalb der Corona-Krise verläuft der Arbeitstag folgendermaßen ab: Zunächst fährt die Reinigungskraft zu ihrem Kunden vor Ort. Dort zieht sie sich die Arbeitskleidung an, die im Wesentlichen aus einem Schutzmantel und Handschuhen besteht. Die Wagen mit den Reinigungsmitteln sind bereits vor Ort und mit Putzmaterialien ausgestattet. Diese reichen ungefähr für einen Monat, bevor sie von dem Objektleiter wiederaufgefüllt werden. Die Mitarbeiter arbeiten nach einem Plan, auf diesem steht etwa, ob die Böden feucht oder trocken gewischt werden sollen.

          Wissen über Einwirkzeit

          Damit das hygienisch abläuft, gibt es ein Farbsystem. Die blauen Materialien, wie blaue Lappen, blaue Eimer, werden für die Tische verwendet, gelbe Materialien für das Waschbecken. Das Farbsystem hilft, dass gewisse Chemikalien nicht an Objekte gelangen, die nicht mit dieser Chemikalie gereinigt werden sollten, erklärt Petra Lange-Groß. Man nutze so viel Reinigungsmittel wie nötig, damit das Objekt sauber ist, aber so wenig wie möglich, um der Umwelt nicht zu schaden. Außerdem nutze das Unternehmen zertifizierte Reinigungschemie. Textile Wischbezüge werden durch energieschonendes Waschen gesäubert, damit sie erneut verwendet werden können. Eine Reinigungskraft benötigt Wissen über erforderliche Temperaturen und Einwirkzeit von Mitteln. Sie muss körperlich fit und höhentauglich sein. Aus diesen Gründen ist Gebäudereiniger ein Lehrberuf, die Lehre geht bis zu drei Jahren. Es gibt viele Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Meister.

          Wenn niemand mehr im Gebäude ist

          Das Covid-19 sorgt für Veränderungen des Arbeitstages. Die Reinigungskräfte erhalten vermehrt Danksagungen der Kunden, da diese nun realisieren, wie wichtig dieser Beruf ist. Die Arbeitszeiten wurden teils ein wenig verschoben. Die Kräfte kommen manchmal früher oder auch später, wenn keine Personen mehr im Gebäude sind, um den Kontakt zu anderen zu verringern. Ist das nicht möglich, wird stark auf Schutzkleidung und Abstand geachtet. Außerdem wurden sie informiert, wie sie sich verhalten sollten. „Unser Ziel ist, dass wir allen Mitarbeitern den Arbeitsplatz erhalten, ihre Gesundheit schützen und unserem Kunden die Sicherheit vermitteln, dass sie hygienisch saubere Räume nach Erbringung unserer Reinigungsdienstleistung haben“, sagt Petra Lange-Groß.

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