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Motospiel : Ballspielen mit Motorrad

  • -Aktualisiert am

Der Sport klingt schön schräg, bringt aber eine Menge rasanten Spaß: Die Sportler vom Comet Durmersheim sitzen auf dem Motorrad und spielen Ball.

          Wenn um 18 Uhr in ganz Durmersheim die Motoren einer Herde von Motorradfahrern zu hören sind, dann wissen die Leute, dass es so weit ist. Die Spieler des Motor-Sport-Clubs Comet Durmersheim machen wieder einmal das, was sie am liebsten tun: Sie schwingen sich auf ihre Maschinen und spielen Motoball. Dies ist ein Mannschaftssport mit der Grundidee des Fußballs, jedoch sitzen die jeweils vier Feldspieler auf einem Motorrad und versuchen, den großen, 1,2 Kilogramm schweren Ball während der vier mal 20 Minuten andauernden Spielzeit ins Eckige zu befördern. Zudem befinden sich auf dem Platz, der mit einem Fußballplatz nahezu identisch ist, zwei Schiedsrichter, die dem Regelwerk des Motoballs Geltung verschaffen. „Durch die 50 PS starken Gefährte wird das Spiel rasant und spannend“, sagt Kevin Tritsch, Spieler des MSC Comet Durmersheim.

          Kraftvolle Distanzschüsse und faszinierende Paraden

          Bereits 1923 fand das erste Motoball-Turnier in Dresden statt und entwickelte sich bis heute zu einem immer weiter verbreiteten Spiel, bei dem sich die gegnerischen Mannschaften auf ein interessantes Duell einlassen. Egal ob auf einer Wiese, einem Sandplatz, auf Asphalt oder auf einem Schotterplatz wie beim MSC Comet, der Motoball überrascht mit einer Kombination aus verschiedenen Spielzügen, kraftvollen Distanzschüssen oder den faszinierenden Paraden des Torwarts, der nicht auf einem Motorrad sitzt, sich aber mit Fußballschuhen fortbewegt, „und dabei mit der Größe und dem Gewicht des Balles zu kämpfen hat“, erklärt Tritsch. „Das Training findet zweimal die Woche statt und beinhaltet Fahrtraining, Schusstraining und Ausdauertraining.“ Und es führte die Mannschaft bis dato schon zwölfmal zur Meisterschaft der deutschen Bundesliga Süd.

          Sie wollen den Nachwuchs sichern

          Tritsch bezeichnet die Mannschaft des MSC Comet als seine Familie, mit der er zusammen trainiert, gewinnt und feiert. Ein Leben ohne diesen Sport könnte er sich nicht vorstellen, und ihm würde etwas fehlen. „Nach dem Training freue ich mich schon auf das nächste Training.“ Für die Zukunft erhoffen sich die Mitglieder - vor allem die Spieler - weitere Triumphe in dieser außergewöhnlichen, reizvollen Sportart und wünschen sich durch ihren Einsatz, die Attraktivität dieses Sports zu steigern und somit den Nachwuchs für den Verein zu sichern.

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