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Corona-Helden von Schülern : Unsere persönlichen Corona-Helden

  • -Aktualisiert am

Bild: Moni Port

Schüler des Ludwigsgymnasiums in Saarbrücken erzählen, wer ihre ganz persönlichen Corona-Helden sind. Justus Almstedt hat protokolliert.

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          Einkäufe für alle

          Jeder, der in dieser Zeit geholfen hat, das System aufrechtzuerhalten, hätte es absolut verdient, hier genannt zu werden. Ich nenne meinen Bekannten Jakob. Er ist auch 15 Jahre alt und wohnt 15 Kilometer entfernt von Saarbrücken. Seit der Schulschließung ist er beinahe täglich zum Supermarkt nebenan gegangen und hat für alle älteren und gefährdeten Leute in seinem Viertel die Einkäufe erledigt. Die Tüten und das Rückgeld hat er ihnen dann immer einfach vor die Tür gestellt. Philipp Özen

          Auf Abstand und unbeirrt

          Mein Corona-Held ist jeder, der während der Krise die Abstandsbestimmungen eingehalten hat und einhält. Jeder, der sich nicht von Verschwörungstheorien hat beirren lassen. Da jeder dieser Menschen dazu beigetragen hat, diese Pandemie einzudämmen. Leonard Neurohr

          Masken gegen Sekt

          Meine Oma ist meine ganz persönliche Corona-Heldin. Sie ist 68 Jahre alt und topfit. Sie hat dennoch Respekt vor dem Virus, sagt immer: „Kinder, wer weiß, wie lange ich noch habe. Und wenn das meine letzten Tage sind, möchte ich sie nicht allein und isoliert verbringen, sondern mein Leben in gewissem Maß noch leben. Sonst sterbe ich noch an der Einsamkeit.“ In der ganzen extremen Corona-Zeit war meine Oma sehr produktiv. Sie hat im Garten gearbeitet, Fliesen verlegt, ihr Bad gestrichen und sogar einen Baum gefällt. Sie näht hervorragend, hat Masken für Familie und Freunde genäht und als Gegenleistung eine Flasche Sekt gewollt. Nach drei Wochen hatte sie dann aber mehr Sekt, als sie trinken konnte. Katharina Preuss

          Klein und tapfer

          Mein Corona-Held ist mein kleiner Bruder, da er seinen 5. Geburtstag nicht feiern konnte, sich schon so lange nicht mehr mit seinen Freunden getroffen hat und nicht in den Kindergarten kann, das aber tapfer durchsteht, die Probleme sogar versteht und nicht traurig ist. Jan Nico Grund

          Freiheit im Wald

          Der Wald ist in der letzten Zeit zu meinem Corona-Helden geworden. Ich hatte viel freie Zeit und konnte einfach ohne Zeitdruck wandern gehen, was vorher nicht möglich war. So habe ich es auch wieder schätzen gelernt, wie entspannend ein langer Spaziergang im Wald sein kann, ganz ohne Straßenlärm und Stress. Außerdem kann ich dort meinen Gedanken freien Lauf lassen. Linda Brunk

          Ständiger Wechsel in der Pflege

          Meine Mutter ist meine Corona-Heldin. Sie arbeitet in der Tagespflege eines Altenheims, aber wegen Corona musste sie auf die Station wechseln und von da zu so etwas wie einem ,,Ausbildungscenter“. Mit einem Mal wusste sie nie so genau, was am nächsten Tag passiert, wo sie arbeiten und ob sie versetzt würde. Ich fand es sehr beeindruckend, wie gelassen sie damit umging. Noch dazu waren ja meine Schwester und ich die ganze Zeit zu Hause. Meine Mutter ist in dieser Zeit sehr stark, obwohl es natürlich viele Leute gibt, die es schlimmer haben. Marlene Peter

          Andere sind ihm wichtiger

          Mein persönlicher Corona-Held ist mein Vater. Als Hausarzt hat er in letzter Zeit mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Natürlich hat auch er Angst davor, sich und seine Familie anzustecken; vor allen Dingen, wenn es Lieferengpässe bei Desinfektionsmitteln oder Masken gibt. Mein Vater ist frühestens um 19 Uhr zu Hause. Dann kocht er manchmal sogar noch das Essen und kümmert sich um die Pläne von uns Kindern. Er stellt dabei die Bedürfnisse der anderen weit über seine eigenen. Julius Jung

           

           

          Einfach weitermachen

           

          Meine Eltern haben mir Motivation gegeben, einfach weiterzumachen. Mein Vater ist LKW-Fahrer und muss jeden Tag arbeiten wie zuvor. Meine Mutter ist Azubi und macht eine Lehre zur Erzieherin und hält als „Schülerin“ durch. Was mich am meisten motiviert, ist, dass sie mich immer wieder lobt. Unser Hund und unser Garten waren mir auch oft eine Hilfe. Ich hatte eine ganze Gruppe von Corona-Helden.

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