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Corona-Helden von Schülern : Unsere persönlichen Corona-Helden

  • -Aktualisiert am

Lucas Riegel

Horror gegen Langeweile

Mein Corona-Held ist Stephen King, da ich sehr viele Bücher von ihm und anderen in der Corona-Zeit gelesen habe, drei davon auf Englisch.

Esra Sahin

Yoga rettet den Tag

Mein persönlicher Corona-Held ist meine Yogalehrerin. Normalerweise besuche ich zweimal die Woche abends ihre Kurse, um irgendwie den Kopf freizubekommen. Dann musste sie auf Online-Kurse umstellen. Als ich einmal morgens allein mit ihr in einem Anruf war, hat sie mir von ihren Ängsten um ihre Existenz erzählt. Trotzdem hat sie bis heute durchgehalten und sich in den Stunden nie etwas anmerken lassen. Die 45 Minuten Yoga morgens haben mit Sicherheit immer wieder meinen Tag gerettet.

Julika Diener

Der Ofen

Mein Corona-Held ist auf jeden Fall der Ofen. Während ich in der schulfreien Zeit zunehmend auf gesunde Ernährung geachtet habe, war er mir eine große Hilfe – natürlich neben Kochrezepten aus dem Internet. Egal ob selbstgemachtes Brot oder Linsensuppe, der erst neulich gekaufte Ofen war von wesentlicher Bedeutung. Mir war nie langweilig, er lenkte ständig meine Aufmerksamkeit auf sich. Manchmal wärmt er nämlich eher von oben, manchmal eher von unten, es ist immer eine Überraschung, ob das rauskommt, was ich mir erhoffe. Aber leider hat die Schule wieder angefangen, und parallel dazu ist auch noch die Stromrechnung gekommen. Leider müssen meine weiteren Pläne, die den Ofen betreffen, deshalb bis auf weiteres verschoben werden.

Amanda Silina

Der Schwenker

Mein Corona-Held ist der Schwenker. Im Rest von Deutschland sagt man Grill. Diese saarländische Tradition fasziniert mich als Zugezogenen bis heute. Nirgendwo sonst wird das Gemeinschaftsgefühl durch das Grillen so sehr gestärkt wie hier. Die unzähligen Grillabende mit der Familie halfen mir, etwas runterzukommen. Sei es von der Flut an E-Mails mit neuen Aufgaben, die mich jeden Tag erreicht hat, oder unserer momentanen Schullektüre „Faust“. Jetzt ist erst einmal Pause mit dem Schwenken. Das Wetter spielt nicht so richtig mit, und ich fürchte, mein Cholesterinspiegel ist viel zu hoch.

Justus Almstedt

In den Erdorbit

Meine Corona-Helden sind Elon Musk und die Nasa, die es nach neun Jahren endlich geschafft haben, eine teilweise wiederverwendbare, bemannte Rakete in den Erdorbit zu schießen. Aber nicht nur das haben sie geschafft: Endlich gab es mal wieder Nachrichten ohne das Wort Corona. Außerdem zeigt es, dass der Fortschritt nicht stehenbleibt, obwohl die derzeitige Situation so etwas vermuten lässt.

Dario Benkert

Höfliche Fahrer

Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Es sind die Bus- und Bahnfahrer. Trotz der momentanen Situation haben sie sich absolut nicht geändert. Klar, beim Einstiegen blickt man durch eine Plastikfolie in ihre Augen. Tagein, tagaus Hunderte von Menschen herumkutschieren, die es nicht hinbekommen, eine Mund-Nasen-Bedeckung richtig anzuziehen, und dabei trotzdem relativ höflich bleiben.

Justus Almstedt

Drei Freunde

Meine Corona-Helden waren drei meiner allerbesten Freunde. Wir haben viel miteinander geschrieben und täglich gefacetimed, einander zum Kochen und Backen angerufen, um Gesellschaft zu haben, aber auch um anspruchsvolle Schulaufgaben zu lösen und sie uns gegenseitig zu erklären. Wenn uns danach war, haben wir Chorsätze zusammen gesungen, teils sogar mit Begleitung von Instrumenten!

Amira al Garadi

Gespräche über die Zukunft

Mein Corona-Held ist mein Vater. Er bringt mir immer wieder Neues bei. Sei es das Umgehen mit Werkzeugen oder auch das Reparieren von Autoteilen. Wir hatten tiefgründige Gespräche über meine Zukunft und aktuelle Themen. Meiner Mutter danke ich auch sehr, denn sie hat mir das Backen und Kochen nähergebracht. Mich so viel mit meinen Eltern zu unterhalten war vorher nicht der Fall. Khadidja Berkani

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