https://www.faz.net/-gum-85caz

Canyoning : Adrenalin des Falls

  • -Aktualisiert am

Steile Felswände hinab: Auf der Canyoning-Tour in den Cevennen gibt es Schreckmomente, aber kein Zurück.

          3 Min.

          Eiskalt. Glasklar. So ist das Wasser, das in schneller Strömung und tosenden Wasserfällen den Verlauf einer Canyoning-Tour vorgibt. Beim Canyoning geht es darum, springend, kletternd, rutschend und schwimmend innerhalb eines Canyons hinunter ins Tal zu gelangen. Die südfranzösische Hügel- und Berglandschaft im Zentralmassiv bietet die besten Voraussetzungen dafür. Das Deutsche Jugendrotkreuz Nordrhein organisiert seit Jahren Sport- und Erlebnisausflüge in den Cevennen im Süden Frankreichs. Der Canyoning-Spaß beginnt für Sebastian Wülker aus Gronau und die anderen Jugendlichen der Ferienfreizeit mit einer Busfahrt auf die Spitze eines Hügels, auf dem sich die Filiale des französischen Veranstalters befindet.

          Mit Neoprenanzug und Klettergeschirr

          Sebastian nimmt zum ersten Mal an dieser zweiwöchigen Freizeit teil. Am ersten Tag sucht er sich aus einer breiten Auswahl einen passenden Neoprenanzug und das dazugehörige Klettergeschirr aus. „Bei meiner Körpergröße von zwei Metern kein leichtes Unterfangen.“ Sobald die Ausrüstung angelegt und vorbereitet ist, kann die Tour losgehen. „Schon am Morgen brannte die Sonne, und im Neoprenanzug war das Körpergefühl sehr unangenehm“, erzählt er später.

          Zwei erfahrene französische Guides setzen alle Kletterer an der Quelle des wilden Gebirgsbachs am Canyon du Tapoul ab. Dort beginnt der Abstieg ins Tal. „Ich bekam einen riesigen Schreck, als ich den ersten Blick in den Abgrund warf.“ Nicht nur Sebastian ging es so. In der Gruppe wurde es ganz still im Angesicht der ersten Wasserfälle und bei dem Gedanken, diese herunterspringen zu müssen. Steile Felswände auf der linken und der rechten Seite begrenzen den Lauf des Gebirgsflusses und lassen lediglich ein Vorankommen talabwärts zu. Der geringe Überblick, die nackten Felswände und die lauten Wasserfälle zusammen mit den sattgrünen Büschen und Bäumen, die auf den Felswänden wachsen, erzeugen eine Atmosphäre, die an einen Dschungel erinnert.

          Zum Trocknen auf den Felsen

          Nach der Überwindung der Angst vor dem ersten Sprung beginnt der Spaß an der nasskalten Tour erst richtig. Überrascht über das eiskalte, erfrischende Wasser, das beim Eintauchen nach den Sprüngen in die Öffnungen des Neoprenanzuges am Hals und an den Armen am Körper entlangläuft, setzen die meisten Abenteurer vieles daran, sich auf den nächsten trockenen Felsen zu retten und sich im Sonnenlicht zu trocknen. Dort angekommen, wirft Sebastian einen Blick auf den nächsten Sprung, der in etwa acht Meter Tiefe in ein stilles und tiefblaues Wasserbecken hinabführt. Nicht immer führt der Weg direkt per Sprung in die Tiefe, oft stellen Kletterwände unter rutschigen Wasserfällen, Seilrutschen von Abgrund zu Abgrund und Wasserrutschen über die nassen Felsen und Stromschnellen die Teilnehmer der Tour vor Herausforderungen.

          Weitere Themen

          Franz Trojan ist tot

          Drummer der Spider Murphy Gang : Franz Trojan ist tot

          Der ehemalige Schlagzeuger der Spider Murphy Gang, Franz Trojan, ist gestorben. Er wurde 64 Jahre alt. Trojan gehörte zur Band, als diese mit „Skandal im Sperrbezirk“ ihren größten Hit hatte.

          Topmeldungen

          SPD-Dynastie: Familie Siebel im „stadtbauraum“, einer Veranstaltungsstätte  am früheren Kohleschacht Oberschuir in Gelsenkirchen.

          Politische Prägung : Wählen wie die Eltern

          Welcher Partei wir bei einer Wahl unsere Stimme geben, hängt auch mit der Prägung durch das Elternhaus zusammen. Oder gerade nicht? Drei Ortsbesuche.
          Im Fernsehen, wie hier beim letzten Triell, traten die Kandidaten mit offenem Visier an. Im Netz wird aus dem Hinterhalt geschossen.

          Hetze im Internet : Der schmutzige Wahlkampf

          Sie finden der Kampf ums Kanzleramt zwischen Baerbock, Laschet und Scholz sei eine müde Sache, langweilig und gebremst? Die Kampagnen im Netz zeigen etwas anderes.
          Das Kohlekraftwerk Mehrum, daneben Windräder

          Energie : Preisrekorde gefährden Green Deal

          Strom und Gas sind so teuer wie lange nicht. Für die EU-Kommission kommt das zur Unzeit – und einige Länder haben schon Notfallpläne verabschiedet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.