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Weltbevölkerung : Jetzt sind’s fast 7,3 Milliarden

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Der Lauf der Welt: Asiaten gibt es viele, doch ihr Anteil an der Weltbevölkerung wird voraussichtlich sinken. Bild: dapd

Jede Sekunde wächst die Weltbevölkerung um 2,6 Menschen, auch wegen ungewollter Schwangerschaften in Entwicklungsländern. Die Stiftung Weltbevölkerung fordert mehr Selbstbestimmung der Frauen bei der Kinderzahl.

          In der Nacht zum 1. Januar 2015 werden 7.284.283.000 Menschen auf der Erde leben. Das sind 80 Millionen mehr als im Jahr zuvor, etwa die Bevölkerung Deutschlands. Diese Zahlen gab die Stiftung Weltbevölkerung in Hannover am Dienstag bekannt. Demnach wächst die Weltbevölkerung jede Sekunde um durchschnittlich 2,6 Personen. Besonders stark ist nach Angaben der Stiftung das Wachstum in den Entwicklungsländern, auch wegen ungewollter Schwangerschaften. Jede vierte Frau dort könne nicht verhüten, obwohl sie das wolle, hob Renate Bähr hervor, die Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. „Wenn jeder Mensch frei entscheiden könnte, wann und wie viele Kinder er bekommt, und wenn Schwangere eine angemessene Grundversorgung erhielten, ließe sich das Leben von etwa 200.000 Müttern und mehr als zwei Millionen Neugeborenen retten. Und: Es gäbe rund 70 Prozent weniger ungewollte Schwangerschaften“, sagte Bähr.

          Nach Angaben der Stiftung bekommen Frauen in den 49 am wenigsten entwickelten Ländern durchschnittlich vier Kinder. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Bevölkerung dort von heute 900 Millionen auf 1,8 Milliarden verdoppeln. Das belastet die natürlichen Ressourcen der Länder und erschwert die Versorgung der Menschen mit Bildung und Gesundheitsdiensten. Die Stiftung weist besonders darauf hin, dass die heutige Jugendgeneration die größte aller Zeiten ist. Die Weltbevölkerung werde deshalb auch in den kommenden Jahren wachsen, wiewohl die durchschnittliche Kinderzahl je Frau auf der Welt schon sinke. Die betreffenden Staaten müssten die sogenannte demografische Dividende nutzen und in Gesundheit, Bildung und Arbeitsplätze für die jungen Menschen investieren: Wenn Frauen selbst entscheiden könnten, wie viele Kinder sie bekommen, hätten sie meist kleinere Familien, und die Geburtenrate sinke.

          Wenn die Welt heute ein Dorf mit 100 Einwohnern wäre, so die Stiftung, dann wären von diesen Einwohnern 60 Asiaten, 15 Afrikaner, zehn Europäer, neun Lateinamerikaner, fünf Nordamerikaner und einer Ozeanier. 26 Bewohner des Dorfs wären Kinder unter 15 Jahren, acht wären älter als 64 Jahre. Nach den aktuellen Projektionen der Bevölkerungswissenschaft wächst das Weltdorf bis zum Jahr 2050 auf 134 Bewohner. Von ihnen werden dann 73 Asiaten sein, 33 Afrikaner, elf Lateinamerikaner, zehn Europäer, sechs Nordamerikaner und einer Ozeanier. Der Anteil der Europäer und Asiaten an der Weltbevölkerung wird somit voraussichtlich sinken, jener der Afrikaner von 15 auf 25 Prozent steigen.

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