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Jerusalem : Plakate an Haltestellen jetzt ohne Menschen

Von radikalen Juden beschmiert: Werbeplakat für ein Schönheitsprodukt mit einer jungen Frau. Bild: dapd

Auf Plakaten an Haltestellen und in Bussen in Jerusalem werden keine Menschen mehr gezeigt. Damit reagiert die verantwortliche Verkehrsgesellschaft auf eine Klage von Bürgerrechtlern.

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          In Jerusalem werden künftig auf Werbeplakaten an Bussen der Egged-Gesellschaft keine Menschen mehr zu sehen sein. Strenggläubige Juden hatten dagegen protestiert, Frauen auf den Werbeflächen an den Seiten der Busse abzubilden. Laut „Haaretz“ einigte sich die Busgesellschaft mit der Werbefirma „Canaan“ jetzt auf diesen Kompromiss.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Eine israelische Bürgerrechtsorganisation hatte vor dem Obersten Gericht geklagt, weil beide Unternehmen sich weigerten, auf Bussen Plakate einer Kampagne mit Fotos von Frauen unter dem Slogan „Jerusalem gehört allen“ anzubringen. Zuletzt hatte die Werbeagentur den von der Regierung unterstützten Bürgerrechtlern vorgehalten, die Ärmel der Frauen seien nicht lang genug und könnten Anstoß bei den Ultraorthodoxen erregen.

          Schon oft beschmierten oder zerstörten radikale Juden in Jerusalem Plakate, auf den Frauen oder Mädchen zu sehen waren. Aus Rücksicht auf fromme Juden verschwand zuletzt schon das Bild einer züchtig bekleideten Hausfrau auf Packungen des größten Salzproduzenten Israels. Der Hersteller teilte mit, dies betreffe nur Tafelsalz, das von Rabbinern für die Pessach-Feiertage besonders koscher erklärt worden sei; auf anderen Päckchen sei die Köchin weiter zu sehen.

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