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Kakteen-Schmuggel : Jede dritte Kakteen-Art vom Aussterben bedroht

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Die in Mexiko heimische Opuntia ficus-indica hat einen hohen Nährwert. Bild: Karol Franks / Lizenz CC BY-NC-ND 2.0

Weltweit ist jede dritte Kakteen-Art vom Aussterben bedroht – das ergab ein Report der Weltnaturschutzunion. Die größte Gefahr geht vom illegalen Handel und dem nicht nachhaltigen Anbau aus.

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          Von den weltweit 1500 Kakteen-Arten werden mehr als die Hälfte für Gartenbau, medizinische Zwecke oder als Nahrungsquelle genutzt. So wird das in Mexiko vorkommende Kaktusgewächs Opuntia ficus-indica (Bild) vom Nährwert oft mit einem Steak verglichen. Dennoch ist fast jede dritte Kakteen-Art nach Erkenntnissen der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht.

          Die größte Gefahr für die Wüstenpflanzen gehe dabei vom illegalen Handel mit Pflanzen und Samen und die nicht nachhaltige Nutzung aus, teilte die IUCN am Montag im schweizerischen Gland mit. Der Report zeige deutlich, dass „das Ausmaß des illegalen Handels von Tier- und Pflanzenarten viel größer ist als angenommen, und weit mehr Arten betrifft als die charismatischen Nashörner und Elefanten“, sagte IUCN-Direktorin Inger Andersen. Der Überblick über die Kakteen wurde im Fachjournal „Nature Plants“ veröffentlicht.

          Aber nicht nur für den Menschen sind Kakteen äußerst nützlich: Generell seien Kakteen ein Schlüsselelement im Ökosystem der Trockengebiete. Nur mit ihrem Wasser und ihren Nährstoffen können Wild und Vögel, wie der Kolibri, dort überleben. Zahlreiche Insekten seien ebenfalls auf sie angewiesen. Die IUCN rief dazu auf, die Anstrengungen zur Einhaltung des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) zu verstärken.

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