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Fernsehkoch : Jamie Olivers Metzgerei geschlossen

  • Aktualisiert am

Vermarktete seinen Betrieb als „Kathedrale des Essens“: Jamie Oliver Bild: dpa

Mäusekot und schimmlige Tierkadaver: Kontrolleure machten in der Metzgerei des Fernsehkochs Jamie Oliver unschöne Entdeckungen. Daraufhin blieb der Betrieb einen Tag lang geschlossen.

          Die Metzgerei des britische Fernsehkochs Jamie Oliver musste im Januar für 24 Stunden schließen. Zuvor hatte die Lebensmittelaufsicht Verstöße gegen Hygienevorschriften festgestellt. Das wurde jetzt nach Berichten von „Guradian“ und „Independent“ bekannt.

          Die Schlachterei „Barbecoa“, die auch 125 Pfund teure Kurse über die „Kunst der Schlachterei“ anbietet, erhielt demnach nur einen von fünf Punkte auf der Skala der Lebensmittelinspekteure. In der Schlachterei seien „wesentliche Verbesserungen notwendig“. Die Metzgerei erhielt die schlechtest mögliche Bewertung der Lebensmittelkontrolleure. Nur 19 der knapp 2000 Schlachtbetriebe Londons seien so schlecht bewertet worden, so der „Guardian“.

          Abgelaufene Fleischprodukte und Mäusekot

          Die Inspektoren fanden Fleischprodukte mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum, darunter teures Wagyu-Rind und andere Spezialitäten. Außerdem seien Kühlschrankgriffe verschmutzt, die Beleuchtung schlecht und die Waschgelegenheiten für Mitarbeiter mangelhaft gewesen. Auch die Fußböden waren beschädigt. In der Schlachterei, die vom Unternehmen als „Kathedrale des Essens“ bezeichnet wird, fanden die Kontrolleure auch größere Mengen Mäusekot.

          Ein Unternehmenssprecher erklärte, man habe sich nach der Kontrolle der Lebensmittelinspekteure entschlossen, die Schlachterei freiwillig für mehrere Stunden zu schließen. „Wir haben nach 24 Stunden wieder eröffnet und die Inspektoren haben festgestellt, dass Verbesserungen erfolgt sind.“ Vorfälle dieser Art seien im Gastronomieunternehmen Jamie Olivers sehr selten und würden sehr ernst genommen.

          Laut Lebensmittelaufsicht wurde auf manchen Tierkadavern auch Schimmel entdeckt, der das Fleisch für den Verzehr ungeeignet mache. Das Unternehmen bestritt dies jedoch. „Je länger das Fleisch trocknet, desto mehr Schimmel entsteht. Das ist ein natürlicher Prozess, der die Verzehrbarkeit nicht beeinflusst.

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