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Jahresrückblick : Das war 2004

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Zwölf Monate, 52 Wochen, 366 Tage: Was ist hängen gelieben vom Jahr 2004? Welche Ereignisse, welche Menschen haben das abgelaufene Jahr geprägt? Der FAZ.NET-Jahresrückblick.

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          Zwölf Monate, 52 Wochen, 366 Tage: Was ist hängengeblieben vom Jahr 2004? Welche Ereignisse, welche Menschen haben das abgelaufene Jahr geprägt? FAZ.NET blickt auf das Jahr zurück.

          Januar

          Mit Beginn des Jahres werden beim ersten Arztbesuch im Quartal zehn Euro Praxisgebühr fällig; die Wartezimmer werden spürbar leerer. In Afghanistan macht die Ratsversammlung Loja Dschirga den Weg für allgemeine Wahlen frei. Der Mars wird intensiv von Forschungsrobotern untersucht, der europäische „Mars Express“ entdeckt Wasservorräte (). Wegen überteuerter Beraterverträge muß der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, seinen Platz räumen. Nachfolger wird der bisherige Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. In Kassel wird Armin Meiwes, der „Kannibale von Rotenburg“, wegen Totschlags zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Viele halten das Urteil für zu milde. ().

          Februar

          Bundeskanzler Gerhard Schröder gibt wegen dramatisch schlechter Umfragewerte den SPD-Parteivorsitz ab, Fraktions-Chef Franz Müntefering wird im März sein Nachfolger. Südkoreanische Forscher klonen erstmals einen menschlichen Embryo (). Der Film „Gegen die Wand“ von Fatih Akin gewinnt in Berlin den Goldenen Bären (). Die Einführung der Lkw-Maut ist gescheitert. Bundeskanzler Schröder und der amerikanische Präsident George W. Bush beenden bei einem Treffen die deutsch-amerikanischen Spannungen wegen des Irak-Krieges. Die CDU erringt bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg die absolute Mehrheit. Die Bundesrepublik verstößt abermals gegen den europäischen Stabilitätspakt.

          März

          Bei der Oscar-Verleihung triumphiert der „Herr der Ringe“ mit elf Auszeichnungen, als beste Hauptdarsteller werden Sean Penn („Mystic River“) und Charlize Theron („Monster“) ausgezeichnet (). Eine Übergangsverfassung sieht vor, aus dem Irak einen föderalistischen Staat mit garantierten Menschenrechten zu machen. Während des ganzen Jahres ebbt die Gewalt im Land nicht ab; Tausende kommen bei Anschlägen und Gefechten ums Leben. Bei schweren Terroranschlägen auf Nahverkehrszüge in Madrid werden 191 Menschen getötet. Die Attentate führen bei den spanischen Parlamentswahlen zu einem Regierungswechsel (). Der russische Präsident Wladimir Putin wird bei Wahlen in seinem Amt bestätigt. Die Welt ist entsetzt über den Folter-Skandal im Gefangenenlager von Abu Ghraib: sieben amerikanische Militärpolizisten werden vor Gericht gestellt. Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, Slowakei und Slowenien treten der Nato bei.

          April

          Bundesbankpräsident Ernst Welteke zieht sich wegen der Hotelaffäre von seinem Amt zurück, sein Nachfolger wird der Wirtschaftsweise Axel Weber. Das Verwaltungsgericht Köln stuft die Einberufungspraxis der Bundeswehr als ungerecht ein und stellt damit die Wehrpflicht grundsätzlich in Frage. Zugunglück im nordkoreanischen Ryongchon: 161 Menschen sterben, 1.300 werden verletzt. Amerikas Präsident Bush hebt nach 18 Jahren die Sanktionen gegen Libyen auf. Die Wiedervereinigung Zyperns scheitert an der Ablehnung der griechischen Volksgruppe. Nach wochenlangen Verhandlungen und auf Druck der französischen Regierung schließen sich Aventis und Sanofi-Synthélabo zum weltweit drittgrößten Pharmakonzern zusammen. Der Bundestag beschließt die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe.

          Mai

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