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Menschenhandel : Italienische Polizei zerschlägt Schlepperring

  • -Aktualisiert am

Eingepfercht wie Vieh: Italienische Polizei entdeckt Dutzende Flüchtlinge auf dem Weg nach Frankreich. Bild: AP

Das perfide Geschäft mit den Flüchtlingen ist zu einem globalen Wirtschaftszweig herangewachsen. Menschenhändler unterhalten ein dichtes internationales Netzwerk. In Italien ist der Polizei nun ein Schlag gegen einen Schlepperring gelungen.

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          Die italienische Polizei hat am Montag ein internationales Netz von Menschenhändlern enttarnt und allein in Italien 18 Personen festgenommen. Internationale Haftbefehle seien gegen weitere Verdächtige in Frankreich und Deutschland ergangen. Drei Verdächtige saßen bereits in Haft. Trotz dieses Erfolgs der Antimafia-Einheiten in der Lombardei sprach Staatsanwältin Ilda Boccassini am Montag in Mailand von einem „Tropfen auf den heißen Stein“. Nur wenige der Verhafteten seien Italiener; die meisten stammten aus Ägypten, Tunesien, Eritrea, aus Marokko und Albanien. Die Staatsanwältin sprach von einer „Globalisierung des Bösen“.

          Die Verbrecher hätten den Flüchtlingen zwischen 1000 und 5000 Dollar abgenommen. Sie präsentierte auch ein Foto von einem verriegelten Kleinlastwagen, aus dem die Polizei 40 dicht beieinander kauernde Personen befreite, die nach Frankreich gebracht werden sollten. Bei den meisten Opfern der Menschenhändler habe es sich um Personen aus Afghanistan, Syrien und Sudan gehandelt. Laut „Gazzetta di Mantova“ unterhielten die Menschenhändler ein festes Netz von Nordafrika nach Catania in Sizilien und zum Hauptquartier der Schlepper-Organisation in Mailand. Die Schiffe mit den Flüchtlingen seien an den Rettungsschiffen vorbei nach Sizilien gebracht worden.

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