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Weiterer Bildungsweg : Die Angst der Eltern vorm Versagen

Schön strebsam sein, damit Mama und Papa nicht enttäuscht sind. Bild: Picture-Alliance

In der vierten Klasse fragen sich viele Mütter und Väter: Ist mein Kind fürs Gymnasium geeignet oder nicht? In Hessen zählt der Elternwunsch, in Bayern der Notenschnitt. Zwei Mütter berichten über Extreme.

          6 Min.

          Radikal in Bayern

          Schon im Münchner Kindergarten waberte das Wort, während der ersten beiden heiteren Grundschuljahre fiel es häufiger: Übertritt. Na ja, was soll’s. Die Lehrerin ist charismatisch, das Kind hüpft motiviert zum Unterricht. Langsam schleicht sich diese Unbeschwertheit aus, gegen Ende des dritten Schuljahres dominieren die Übertritt-Diskussion und Rechen-Akrobatik.

          Ursula Kals
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.
          Anke Schipp
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In Bayern ist es nämlich so: Auf welche Schulform ein Kind wechseln wird, das ist knallhart eine Frage seines Notenschnitts im zweiten Halbjahr der vierten Klasse. Anfang Mai gibt es diese Übertrittzeugnisse. Wer in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachkunde mindestens einen Durchschnitt von 2,33 hat, dem steht das Gymnasium offen. Für die Realschule ist eine 2,66 erforderlich, sonst ist die Mittelschule angesagt, so heißt in Bayern die Hauptschule.

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