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Internet : Kritik an Sicherheits-CD-ROM des Innenministeriums

  • Aktualisiert am

Eine kostenlose CD-Rom, die das Bundesinnenministerium als Schutz vor Hackerangriffen aus dem Internet anpreist, hat einen Test nicht bestanden.

          Die vom Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) herausgegebene CD-ROM „Ins Internet - mit Sicherheit“ ist von der Fachzeitschrift „Computer Bild“ mit der Note „mangelhaft“ bewertet worden. Die kostenlose Programmsammlung eigne sich nicht, um Angriffe aus dem weltweiten Datennetz abzuwehren, heißt es in der neuen Ausgabe.

          Eklatant ist nach Ansicht der Zeitschrift vor allem, dass es auf der CD-ROM keine so genannte „Firewall“ - einen Schutzschild gegen Hackerangriffe aus dem Internet - gibt. Zudem gebe es keine Software, die vor den so genannten Dialer-Programme schützt, die teure 0190- Nummern anwählen. Dabei gehöre eine derartige Software für das Stöbern im Internet heute zur Standardausstattung.

          Update soll besser werden

          Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte am Sonntag, da es sich bei der CD-ROM um ein kostenloses Produkt handele, könnten auch nur kostenlos im Internet herunterladbare Sicherheitsprogramme darauf enthalten sein. Die Programme seien vom BSI nach Kriterien wie der leichten Installierbarkeit, Deutschsprachigkeit und den sicherheitstechnischen Standards geprüft und ausgesucht worden. Der Benutzer werde zudem in einem Begleithinweis aufgefordert, an das BSI Verbesserungsvorschläge weiterzuleiten, die dann geprüft und gegebenenfalls in der neuen Update-Version berücksichtigt würden.

          Die CD-ROM richte sich vor allem an Internet-Einsteiger, die auf ein Minimum an Sicherheit zurückgreifen wollen, obwohl dieses mittelfristig sicher optimierbar sei, sagte die Sprecherin. Bei der Pressung der CD-ROM im März sei für die so genannte „Firewall“ und die 0190-Dialer im Internet keine kostenlose Software gefunden worden oder sie hätte den Prüfkriterien nicht entsprochen. Das werde aber bei der neuen Update-Version nachgeholt. Die Kritik in dem Zeitungsbericht werde überprüft.

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