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Internationale Raumstation : Die ISS verliert Druck

  • Aktualisiert am

Die Astronauten Foale (r) und Kaleri Bild: AP

Ein seit Tagen anhaltender Druckverlust auf der Internationalen Raumstation hat der Nasa zufolge weder Einfluß auf die Arbeit an Bord noch bedroht er die Besatzung.

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          Ein seit Tagen anhaltender Druckverlust auf der Internationalen Raumstation ISS beunruhigt die beiden Astronauten an Bord. Der amerikanische Raumfahrer Michael Foale und sein russischer Kollege Alexander Kaleri hätten bislang vergeblich nach einem Leck gesucht, meldete die Agentur Itar-Taß am Dienstag unter Berufung auf die amerikanische Flugleitzentrale. Eine Überprüfung der Fenster im russischen Swesda-Modul der Station stehe aber noch aus.

          Das Kontrollzentrum habe die beiden Astronauten über den ungewöhnlichen Druckverlust in der Kabine informiert, teilte die Nasa am Montagabend mit. Der sinkende Luftdruck habe aber weder Einfluß auf die Arbeit an Bord noch stelle er eine Gefahr für die Besatzung dar. Die Bodenkontrolle bemerkte den Druckabfall erstmals am 1. Januar. Techniker stellten später fest, daß das Leck bereits seit dem 22. Dezember besteht.

          „Metallischer Schlag“

          Russische Medien brachten den Druckverlust mit einem Zwischenfall auf der ISS vor sechs Wochen in Verbindung. Am 27. November 2003 hatten die beiden Raumfahrer einen „metallischen Schlag“ im russischen Modul vernommen. Bei einer Überprüfung der Außenwände der ISS mit ferngesteuerten Kameras seien allerdings weder Dellen noch Löcher entdeckt worden.

          Feuer und Druckverlust gelten als die gefährlichsten Probleme auf einer Raumstation. Beide Astronauten haben bereits Erfahrung mit entschwindender Luft im All. An Bord der später aufgegebenen russischen Raumstation Mir mußte Foale im Jahr 1997 ein Leck nach einem Feuer in der Sauerstoffanlage abdichten. Kaleri startete im April 2000 zur Mir, obwohl zuvor Probleme mit einem Druckverlust an Bord aufgetaucht waren.

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