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Influenza : Grippewelle hat Deutschland im Griff

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Eine Frau aus Bayern putzt sich die Nase. Im Freistaat sind seit Jahresanfang rund 3300 Menschen an Grippe erkrankt. Bild: dpa

Die Influenza hat nun auch den Süden Deutschlands erfasst. Das Robert Koch-Institut spricht von einer „bundesweit starken Grippewelle“.

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          Die Zahl der Grippefälle in Deutschland ist weiter gestiegen. „Wir können nun von einer bundesweit starken Grippewelle sprechen“, sagte der Sprecher des Robert Koch-Instituts (RKI), Günther Dettweiler, am Mittwoch in Berlin. Ein Abflachen der diesjährigen Welle ist noch nicht in Sicht. Auch im Süden der Republik hat sich die Influenza nun ausgebreitet. Im Osten hingegen schwächt sich die Aktivität langsam wieder ab.

          Bislang wurden für die vergangene Woche bundesweit rund 2600 Influenzafälle gemeldet. Diese Zahl wird sich durch Nachmeldungen jedoch noch deutlich erhöhen. In der Vorwoche waren es über 6100 gemeldete Grippefälle, seit Saisonbeginn im Spätherbst insgesamt 21.200.

          Knapp die Hälfte der Grippefälle werden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Schweinegrippe-Virus Influenza A Typ H1N1 verursacht. 37 Prozent entfallen auf Influenza A Typ H3N2 und 18 Prozent auf Influenza B.

          „Die diesjährige Grippe reiht sich in die Reihe der starken Grippewellen des vergangenen Jahrzehnts ein“, ergänzte Dettweiler. Eine Bilanz, auch zu Todesfällen, könne jedoch erst später gezogen werden. Im vergangenen Winter war die Grippewelle ungewöhnlich mild ausgefallen.

          Auch wegen Erkältungskrankheiten, zu denen Husten und Schnupfen zählen, suchten in diesen Tagen viele Menschen einen Arzt auf, so das RKI. Abgesehen vom östlichen Brandenburg, sowie Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Bayerns leuchtet die Deutschlandkarte für Erkältungskrankheiten in dieser Woche dunkelrot. Das bedeutet stark erhöhte Zahlen an Husten und Schnupfen.

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