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Zur Entlastung von Jakarta : Indonesiens neue Hauptstadt soll „Nusantara“ heißen

  • Aktualisiert am

Das Projekt soll die 30-Millionen-Metro­pol­region ­Jakarta entlasten, die unter Luft­verschmutzung, Dauerstau und Überschwemmungen leidet. Bild: AFP

Weil Jakarta unter Klimaextremen und Luftverschmutzung leidet, hat die indonesische Regierung den Bau einer neuen Hauptstadt beschlossen. Nun wurde deren Name bekanntgegeben.

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          Indonesiens künf­tige Hauptstadt, die auf der Insel ­Borneo gebaut werden soll, wird Nusan­tara heißen. Das hat am Montag der Minister für nationale Entwicklung, Suharso Monoarfa, angekündigt. Über­setzt bedeutet der Name, der in der Vergangenheit auch für den ­Inselstaat insgesamt benutzt wurde, „Archipel“. Die Entscheidung sei ihm zuvor von Präsident Joko Widodo mitgeteilt worden, sagte der Minister nach Me­dienberichten. Der Name sei inter­national bekannt, einfach und passend, sagte Monoarfa: „Ich denke, dass wir alle mit dem Namen Nusantara einverstanden sein werden.“

          Der Präsident hatte den Bau der neuen Hauptstadt nach seiner Wiederwahl 2019 verkündet. Das Projekt soll die 30-Millionen-Metro­pol­region ­Jakarta entlasten, die unter Luft­verschmutzung, Dauerstau und Überschwemmungen leidet. Der Präsident erwartet sich auch Im­pulse für die von der Pandemie angeschlagene Wirtschaft. Er sieht den Um­zug als Prestigeprojekt, das ihm einen Platz in der Ge­schichte des Inselstaats sichert. Trotz Verzögerungen durch Corona soll mit dem Bau noch in diesem Jahr begonnen werden. Der Umzug der ersten Regierungsstellen ist für 2024 ge­plant.

          Das Projekt wird gemäß Planungen etwa 33 Milliarden Dollar kosten. Als Standort für das neue Zentrum von Regierung und Verwaltung ist ein Gebiet in Ost­kalimantan ausgewiesen worden. Diese Provinz sei weniger von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsu­namis betroffen. Es markiere zudem den geografischen Mittelpunkt des Staats mit 17.000 Inseln.

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